Audi unter Druck im Dieselskandal

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Abgasaffäre Die Staatsanwaltschaft München weitet ihre Betrugsermittlungen gegen Audi aus. Anlass sind neue Vorwürfe des deutschen Verkehrsministeriums, wonach Audi in 24000 Autos der Oberklasse­typen A7 und A8 eine illegale Software eingesetzt hat. Dabei geht es nun auch um Fahrzeugverkäufe in Deutschland und in Eu­ropa, nicht nur wie bisher in den USA. Die Behörde geht in ihren Ermittlungen gegen die Volkswagen-Tochter dem Verdacht des Betrugs und der strafbaren Werbung nach. Konkrete Beschuldigte gibt es weiterhin nicht. Laut Audi wurden bei eigenen Untersuchungen von Autos der Typen A7 und A8 der Modelljahre 2010 bis 2013 mit V6-und V8-Motoren überhöhte Stick­oxidwerte festgestellt. Diese hätten in bestimmten Situationen zwischen 20% und 100% über dem Grenzwert gemäss Abgasnorm Euro-5 gelegen. Die Unregelmässigkeiten seien dem Kraftfahrt-Bundesamt angezeigt worden. Audi kündigte einen Rückruf der Autos an. (rtr)