Atomdeal als Wegweiser

Seit Dienstag verhandeln die UNO-Vetomächte und Deutschland mit Iran über dessen Atomprogramm (gestrige Ausgabe). Aussichten auf eine Einigung bestehen. Letzte Woche hat Russland angekündigt, Iran acht weitere Atomkraftwerke zu verkaufen.

Christian Mihatsch
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Seit Dienstag verhandeln die UNO-Vetomächte und Deutschland mit Iran über dessen Atomprogramm (gestrige Ausgabe). Aussichten auf eine Einigung bestehen. Letzte Woche hat Russland angekündigt, Iran acht weitere Atomkraftwerke zu verkaufen. Die Brennstäbe für diese Atommeiler sollen in Russland aus Uran hergestellt werden, das in Iran angereichert wurde. Dadurch hätte das Land nie genug Uran für den Bau einer Atombombe vorrätig. Und damit haben sich die Chancen verbessert, eine Lösung für die Urananreicherung zu finden. In diesem Fall würden die Sanktionen gegen Iran aufgehoben, und das Land könnte seine Ölexporte deutlich steigern: Vor den Sanktionen exportierte Iran 2,5 Millionen Fass Öl pro Tag, heute nur noch eine Million. Eine Einigung würde daher den Ölpreis zusätzlich unter Druck setzen.