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Fête des Vignerons: Thurgauer Firma hat Arena hoch über dem Marktplatz gebaut

Die Thurgauer Firma Nüssli hat in Vevey die Arena der Fête des Vignerons gebaut. Nüssli ist zum dritten Mal dabei.
Stefan Borkert
Die Arena in Vevey knüpft an das antike Stadion von 1955 an, ist aber mit modernster Technik ausgestattet. Bild: PD

Die Arena in Vevey knüpft an das antike Stadion von 1955 an, ist aber mit modernster Technik ausgestattet. Bild: PD

Einmal pro Generation feiern die Westschweizer Weinbauern ihr Fest, die Fête des Vignerons. Mit dem gestrigen Thurgauer Tag in Vevey ist der Endspurt der Veranstaltung, die zum Unesco-Welterbe zählt, eingeleitet worden. Bereits zur Halbzeit waren 600000 Besucher gezählt worden, wie Kommunikationschefin Marie-Jo Valente mitteilt. Insgesamt würden bis zum 11. August um die 800000 Besucher erwartet.

Im Zentrum der Veranstaltung steht eine spektakuläre Arena. Die Thurgauer Spezialistin für Eventbauten, die Firma Nüssli aus Hüttwilen, hat die Arena, in der 20000 Zuschauer Platz finden, erstellt. Nach 1977 und 1999 trägt Nüssli damit bereits zum dritten Mal zum Gelingen des Festes der Weinbauern bei. Schon Mitte Mai wurde die aussergewöhnliche Arena fertiggestellt. Peter Tanner, der operative Leiter der Nüssli Event Structures AG, die zur Nüssli-Gruppe gehört, sagt: «Die Arena ist in den Monaten Februar bis Mai dieses Jahres aufgebaut worden.» Die Arbeiten an den Fundamenten seien sogar schon viel früher erfolgt. «Die Arena wurde auf Anfang Mai fertiggestellt, damit die restlichen Arbeiten frühzeitig in Angriff genommen werden konnten», fährt Tanner fort. So brauchten die Fassadenverkleidung, die Installation von Licht und Ton auch noch Zeit. Zeit wurde schliesslich noch benötigt für die Proben der grossen Aufführung, die ein Jahr im Leben eines Weinbergs darstellt.

Oberster Rang 20 Meter über dem Boden

Die Tribünenanlage ist auf 17000 Quadratmetern aufgebaut worden. Die Arena besteht aus zwei Rängen. Der obere Rang steht auf einem Stahlträgerrost in rund sechs Metern Höhe. Tanner erklärt: «Die Zuschauer auf der obersten Sitzreihe befinden sich fast 20 Meter über dem Boden. Sie geniessen damit eine uneingeschränkte Sicht auf das Geschehen auf der Bühne.» Er ergänzt: «Für uns als Tribünenbauer bedeutete diese Spezialkonstruktion eine Herausforderung für die Montage.» Ausserdem erforderte der Bau eine absolut durchdachte Materiallogistik.» Aussen wie innen nimmt die Tribünenanlage das Bild der Weinreben auf. Bunte Bahnen aus Leinwand in den Farben der Reben, rot, gelb, grün, braun, sind in einheitlichen Abständen über das Metallgerüst gespannt. Sie bilden die Fassadenverkleidung. Und auch im Layout der Tribünenanlage lassen sich Rebberge erkennen, auf denen als Tribünensitzplätze die Rebstöcke stehen.

Tanner erklärt weiter, dass die Platzverhältnisse auf der Place du Marché sehr eng seien. Das erfordere angesichts der zahlreichen Transporte auch eine gute Koordination unter den verschiedenen Gewerken.

Besondere Sicherheitsvorkehrungen seien nicht nötig gewesen. «Die Arena ist nach den gängigen Sicherheitsstandards errichtet worden», sagt er. Und zumindest beim Aufbau war die Hitze noch kein Problem. Unwetter könne die Konstruktion problemlos verkraften. «Die Arena ist entsprechend den gültigen Normen konzipiert und realisiert worden», betont Tanner. Er ergänzt aber: «Allerdings hat die Arena kein Dach.» Je nach Witterungsverhältnissen müsse der Veranstalter entscheiden, unter Umständen eine Vorstellung zu verschieben.

Nachhaltige Bauweise

Tanner erklärt weiter, dass die Veranstalter sich für eine nachhaltige Bauweise entschieden hätten. Die Tribünenanlage sei vollständig rückbaubar. Die Tribünenelemente kämen ausserdem in den nächsten Monaten bei weiteren Projekten mehrfach zum Einsatz.

Projekte seien zum Beispiel das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug oder der Laver-Cup in Genf. In Zug sei man mit dem Aufbau übrigens im Zeitplan. «Noch ist aber in den kommenden drei Wochen einiges zu tun, um die Schwingerarena termingerecht übergeben zu können.»

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