Akquisition
Arbonia stösst das digitale Fenster weiter auf

Der Thurgauer Gebäudezulieferer Arbonia übernimmt die restlichen Anteile am deutschen Onlinefensterverkäufer Webcom. Damit sichert sich Arbonia im Fenstergeschäft weiteres Know-how in der Digitalisierung, der Softwareentwicklung und im E-Commerce.

Thomas Griesser Kym
Merken
Drucken
Teilen
Das Hauptquartier der Arbonia in Arbon.

Das Hauptquartier der Arbonia in Arbon.

Bild: Hanspeter Schiess

Im Jahr 2017 hatte Arbonia bereits einen Anteil von 35 Prozent an Webcom erworben mit der Absicht, diese Beteiligung auszubauen und vollständig zu integrieren. Das ist nun passiert, und Arbonia schreibt Webcom «ein etabliertes, in den letzten Jahren stark wachsendes, profitables Geschäftsmodell» zu. Ferner erschliesse man sich so einen zusätzlichen, digitalen Vertriebskanal.

Webcom mit Sitz im Bundesland Thüringen im Osten Deutschlands hat 2019 rund 11 Millionen Euro umgesetzt und beschäftigt 38 Mitarbeitende. Der Kaufpreis für die übrigen 65 Prozent der Webcom belaufe sich auf einen mittleren einstelligen Millionenbetrag, sagt Arbonia-Sprecherin Fabienne Zürcher gegenüber der Agentur AWP.

Digitalgeschäft steht vor einem Ausbau

Webcom vertreibt über die Onlineshops bew24-fenster.de, fensterdepot24.de und fenster-webshop.de seit 2011 in Deutschland Kunststofffenster unter anderem der polnischen Dobroplast, die Arbonia gehört. Künftig wolle man weitere Fenster des Arbonia-Portfolios auch online absetzen, und in den kommenden Jahren wolle man weitere Onlineshops über den deutschen Markt hinaus lancieren.

Arbonia mit Hauptsitz in Arbon beschäftigt insgesamt 8400 Mitarbeitende.