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Arbonia schliesst Benelux-Lücke

Die thurgauische Arbonia strebt nach ihrer Umstrukturierung eine Spitzenposition in Europa an. Mit dem Kauf der belgischen Vasco-Gruppe kommt die Bauzulieferin diesem Ziel ein gutes Stück näher. Weitere Akquisitionen sind nicht ausgeschlossen.
Stefan Borkert
In der Konzernzentrale der Arbonia in Arbon wird an der strategischen Vergrösserung des Unternehmens gearbeitet. (Bild: Hanspeter Schiess)

In der Konzernzentrale der Arbonia in Arbon wird an der strategischen Vergrösserung des Unternehmens gearbeitet. (Bild: Hanspeter Schiess)

In der Konzernzentrale der Arbonia AG wird nach der Neuausrichtung nun an der Neugestaltung der Arbonia gearbeitet. Jüngstes Ergebnis der Wachstumsstrategie ist die gestern verkündete Übernahme der belgischen Vasco-Gruppe. Vasco mit mehr als 600 Mitarbeitern, vier Standorten und einem Jahresumsatz von rund 90 Millionen Euro ist in der Heizungstechnologie ­tätig. Die Stärken sind bei ­Premium-Heizkörpern, Design-­Radiatoren und der Fussbodenheizung sowie der Gebäudeventilation. «Wir wollen bei unseren Produkten Technologieführer sein. Und Vasco bietet eine starke Produktpalette, die die unsere ergänzt», sagte Arbonia-Chef Alexander von Witzleben an einer Medienkonferenz.

Aktiv im europäischen Konsolidierungsprozess

Ausserdem werde mit dem Marktführer in den Benelux-Staaten nun eine Marktlücke in Westeuropa geschlossen. Dass Vasco auch im polnischen Markt aktiv sei, komme Arbonia weiter entgegen. Neben der regionalen wird mit der Übernahe auch die Lücke zu höherpreisigen Segmenten geschlossen. Und von Witzleben ergänzt, dass man auch von der Forschung und Entwicklung bei Vasco profitiere sowie bei verschiedenen Bereichen der Digitalisierung. Die Arbonia nehme damit auch aktiv am Konsolidierungsprozess der europäischen Wettbewerbslandschaft im Bereich Design- und Flachheizkörper teil. Vasco sei für die ­Arbonia-Division Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) akquiriert worden. Die Märkte der Vasco-Gruppe seien überwiegend komplementär zu den bestehenden Absatzmärkten der Division HLK, heisst es in einem Communiqué der Arbonia.

Während Vasco führende Marktpositionen in den Ländern Belgien und Niederlande einnehme, seien die Gesellschaften der Arbonia mit den Marken Kermi, Arbonia, Sabiana und Prolux primär in den Märkten Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich und Polen präsent. Zusätzlich zur Markterschliessung in den Benelux-Staaten baue die Division HLK ihre bestehende Marktposition in Frankreich und Deutschland noch weiter aus. Durch die Übernahme der Vasco-Gruppe ergänze die Arbonia das Produktportfolio der Division einerseits mit den in den Benelux-Staaten etablierten, marktführenden Marken Vasco, Brugman und ­Superia und andererseits durch Premium-Designheizkörper, insbesondere für das höherpreisige Segment in den Dach-Märk- ten (Deutschland, Österreich, Schweiz), in Osteuropa, Russland, Asien und im Mittleren ­Osten. Gleichzeitig erhalte die Arbonia die Möglichkeit, in den Segmenten der kontrollierten Wohnraumlüftung (KWL) im Bereich zentraler und dezentraler Anwendungen sowie der Fussbodenheizung weiter zu wachsen.

Mitarbeiter bleiben und Standorte werden erhalten

Die Vasco-Gruppe mit ihren ­diversen Gesellschaften werde organisatorisch in die Division HLK integriert. Sie bearbeite jedoch weiterhin eigenständig den Markt mit den bestehenden Marken von Vasco. Alle Arbeitsverhältnisse und Standorte werden von der Arbonia übernommen, heisst es im Schreiben der beiden Unternehmen.

Über den Kaufpreis haben die Parteien demnach Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme­finanzierung stelle die Arbonia mit dem Mitte April 2018 platzierten Schuldscheindarlehen ­sicher, sagte von Witzleben. Weitere Akquisitionen schliesst er grundsätzlich nicht aus. Er habe viele solcher Möglichkeiten auf seinem Schreibtisch liegen. Doch müssten die Angebote genau überprüft werden. Die Finanzierung solcher Übernahmen könne Arbonia aus eigener Kraft sicherstellen, betont er.

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