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Arbonia restrukturiert erneut in ihrem Heizungsgeschäft

Der Gebäudezulieferer Arbonia restrukturiert einen weiteren Standort der belgischen Vasco Group. Diesmal trifft es das Produktionswerk am Vasco-Hauptsitz in Dilsen. 42 Arbeitsplätze dürften verloren gehen.
Thomas Griesser Kym
Heizkörper von Vasco aus Aluminium. (Bild: PD)

Heizkörper von Vasco aus Aluminium. (Bild: PD)

Wie die Arbonia mit Hauptsitz in Arbon mitteilt, sind am Standort Dilsen in der Vergangenheit «strukturelle Überkapazitäten» aufgebaut worden. Strukturell bedeutet, diese Überkapazitäten halten sich hartnäckig und dürften sich auch nicht durch einen allfälligen Konjunkturaufschwung gepaart mit höherer Nachfrage beseitigen lassen.

Zur Lösung des Problems soll der Produktionsstandort Dilsen im Nordosten Belgiens bis Mitte Jahr «vollumfänglich restrukturiert» werden. Dabei wolle man die Überkapazitäten abbauen und die Wettbewerbsfähigkeit der verbleibenden Produkte erhöhen. Die geplante Restrukturierung einiger Geschäftseinheiten «könnte zu einem Abbau von 42 Arbeitsplätzen» im belgischen Werk führen. Arbonia kündigt Gespräche mit Arbeitnehmervertretern an, um einen Sozialplan zu erstellen und Unterstützungsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden zu definieren.

Fussbodenheizungen als Zukunftsgeschäft

Arbonia-Chef Alexander von Witzleben. (Bild: Benjamin Manser)

Arbonia-Chef Alexander von Witzleben. (Bild: Benjamin Manser)

Arbonia hatte die Vasco Group im Mai vergangenen Jahres mit allen 600 Mitarbeitenden übernommen. Das Unternehmen stellt Heizkörper der Marken Vasco, Brugman und Superia her, die in den Benelux-Staaten etabliert sind, sowie Premium-Designheizkörper. Mit dem Kauf der Vasco expandierte Arbonia einerseits geografisch. Andererseits stieg man in die Herstellung von Komponenten für Fussbodenheizungen ein. Vasco stellt die Rohre dafür her, und Arbonia-Chef Alexander von Witzleben ist sich sicher, dass Fussbodenheizungen mehr und mehr konventionelle Flachheizkörper verdrängen, wie er jüngst an der Bilanzpressekonferenz sagte.

Von Arbon nach Tschechien verlagert

Das Geschäft steht unter Kostendruck. Vergangenen November kündigte die Arbonia bereits an, den anderen belgischen Vasco-Produktionsstandort in Zedelgem zu schliessen und dessen Produktion von Flachheizkörpern 2019 in andere und hochautomatisierte Werke zu verlagern: Ins Werk der Arbonia-Tochter Kermi im deutschen Plattling und ins niederländische Vasco-Werk Tubbergen. Das kostet in Zedelgem 80 Arbeitsplätze. Doch auch der Standort Tubbergen gilt mittelfristig als gefährdet. Von Witzleben gibt ihm ungefähr noch fünf Jahre, bis auch dort die Lichter ausgehen dürften.

Schon früher, per Ende 2016, hatte Arbonia die Produktion von Sonderheizkörpern von Arbon ins Kermi-Werk im tschechischen Stribro verlagert. Das kostete am Bodensee 70 Stellen. Aufgebaut wird dafür weit im Osten: Im zweiten Semester dieses Jahres soll die Produktion von Flachheizkörpern im russischen Stupino anlaufen. Denn in Russland mit seinen Plattenbauten sieht von Witzleben weiterhin gute Absatzchancen für solche konventionelle Radiatoren.

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