ARBEITSLOSIGKEIT: Weniger Arbeitslose in der Ostschweiz

In den Ostschweizer Kantonen ist die Arbeitslosenquote im April gesunken oder gleich geblieben. Die Ausnahme heisst Graubünden: Dort wirkte sich das Ende der Wintersaison aus.

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Weniger Ostschweizer waren auf Arbeitssuche. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Weniger Ostschweizer waren auf Arbeitssuche. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Im Kanton St.Gallen hat sich vor allem die Zahl der jungen Stellensuchenden verringert. Es waren 12,2 Prozent weniger Jugendliche oder junge Erwachsene auf der Suche nach einem Job als noch im April 2016.

Im Vergleich zum Vormonat hat die Arbeitslosenquote im Kanton St.Gallen insgesamt abgenommen − um 0,1 Prozent auf 2,4 Prozent. Einen Rückgang gibt es auch bei der Kurzarbeit: Während vor einem Jahr noch 70 Firmen über 1000 Mitarbeiter angemeldet hatten, waren es im April noch 30 Betriebe mit rund 450 Angestellten.

Saisonale Auswirkungen

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch im Kanton Thurgau: Bereits zum zweiten Mal in Folge habe sich die Zahl der Arbeitslosen reduziert, teilte das Amt für Wirtschaft und Arbeit am Dienstag mit. Unter anderem gab es eine prägnante Abnahme bei der Gruppe, die zwischen einem Monat und einem halben Jahr ohne Stelle waren. Unter dem Strich sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozent auf noch 2,3 Prozent.

Der Rückgang lasse sich unter anderem saisonal erklären, heisst es in der Mitteilung. Im Frühjahr würden im Bau, in der Gastronomie und in der Landwirtschaft vermehrt Arbeitskräfte gesucht.
Saisonale Gründe wirkten sich auch im Kanton Graubünden aus: Dort stieg allerdings im April die Zahl der Arbeitslosen mit dem Ende der Tourismus-Saison um 0,5 Prozent auf 2 Prozent an. Die höchsten Arbeitslosenzahlen werden mit 1010 Personen im Gastgewerbe gezählt, gefolgt von 265 im Baugewerbe.

In den kleineren Ostschweizer Kantonen hat sich die Arbeitslosenquote im April im Vergleich zum Vormonat nur wenig verändert: In Ausserrhoden blieb sie bei 1,8 Prozent, in Innerrhoden sank der Wert um 0,1 auf 1,0 Prozent. Die gleiche Reduktion verzeichnete der Kanton Glarus: Dort verringerte sich Arbeitslosenquote von 2,4 auf 2,3 Prozent.

Zum Verglich: Für die ganze Schweiz beträgt die Arbeitslosenquote 3,3 Prozent. Den höchsten Wert verzeichnete der Kanton Neuenburg mit 5,9 Prozent, den tiefsten Obwalden und Innerrhoden mit jeweils 1,0 Prozent. (sda)