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Arbeit für Stadlers Sorgenfabrik

Ein erster Auftrag für eine selbstentwickelte Strassenbahn gibt dem unausgelasteten weissrussischen Werk von Stadler Rail etwas Luft.
Thomas Griesser Kym
Die dreiteilige Niederflur-Strassenbahn Metelitsa von Stadler Rail. (Bild: pd)

Die dreiteilige Niederflur-Strassenbahn Metelitsa von Stadler Rail. (Bild: pd)

BUSSNANG. Die Ostmärkte in der früheren Sowjetunion sind für Stadler Rail seit geraumer Zeit ein hartes Pflaster. Wegen des Zerfalls der Erdöl- und Erdgaspreise und der damit verbundenen Rubelkrise fehlt es an Devisen, um in neue Schienenfahrzeuge zu investieren. Zu spüren bekam Stadler Rail dies in Moskau, wo der Grossauftrag für die Aeroexpress-Züge neu verhandelt werden musste. Und unter der Misere leidet Stadler Rails Werk im weissrussischen Minsk, das unausgelastet ist – als einziges der Stadler-Fabriken.

Doch nun gibt es einen Lichtblick: Die Transport Concession Company hat bei Stadler 23 Metelitsa-Strassenbahnen für ein Tramnetz östlich von St. Petersburg bestellt. Es handelt sich um eine Breitspurstrassenbahn, die Stadler selber entwickelt hat. Nach der Präsentation in Minsk anlässlich der Eishockey-WM 2014 war der Prototyp in russischen Städten unterwegs.

Mit der ersten Bestellung ist Stadlers Plan aufgegangen. Gebaut werden die Trams grösstenteils im Werk Minsk und in der Schweiz. Die ersten sechs Fahrzeuge sollen bis Ende Juli 2017 übergeben werden. Laut Stadler-Chef Peter Spuhler entschärft der St. Petersburger Auftrag die Lage im Minsker Werk etwas, doch brauche dieses zur Vollauslastung weitere Aufträge. Zudem prüfe Stadler weiterhin, Aufträge aus zentraleuropäischen Werken nach Minsk zu verlagern.

Spuhler äussert die Hoffnung, mit dem Metelitsa-Tram weitere Ausschreibungen in Russland zu gewinnen. Der Bedarf sei gross. Es gehe um Tausende Strassenbahnen, die in den nächsten Monaten bestellt werden sollen, auch im Hinblick auf die Fussball-WM 2018 in Russland.

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