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ANDWIL: Wicon verlegt 80 Arbeitsplätze nach Andwil

Der Andwiler Standort der Petroplast Vinora wird keine Industriebrache. Die Wicon Group hat das Areal erworben und zieht hier ihre drei Firmen zusammen.
Thomas Griesser Kym
Das Areal der Wicon Group AG in Andwil. (Bild: pd)

Das Areal der Wicon Group AG in Andwil. (Bild: pd)

ANDWIL. Per Ende Juni hat der Kunststoffverarbeiter Petroplast Vinora mit 140 Mitarbeitenden in Andwil bei Gossau seine Produktion dort in Andwil beendet und das Geschäft an die deutsche Papier Mettler verkauft. Seither hat sich Petroplast-Vinora-Verwaltungsrat Benno Schneider zusammen mit der Gemeinde intensiv um die Zukunft des Areals gekümmert, wobei eine neue industrielle Nutzung im Vordergrund stand. Lange stehen die Fabrikhallen und Büros nicht leer: Gestern hat die Ostschweizer Wicon Group das Areal erworben. Sie zieht hier ihre drei operativen Firmen zusammen. Konkret sind das die Spörndli & Seeger AG aus St.Gallen mit 31 Mitarbeitenden, die Wicon AG in Oberuzwil mit 38 und die Fagagnini AG aus Steinach mit elf Angestellten. Mit dem Umzug der drei Betriebe zügeln alle 80 Arbeitsplätze nach Andwil. Geplant ist, nach ein paar Umbauarbeiten mit den ersten operativen Tätigkeiten in ungefähr vier Monaten zu starten.

Die Wicor-Firmen sind aktiv im Spezialmaschinenbau, Engineering und in der Metallverarbeitung. Hergestellt werden zum einen Maschinen für Automatisationslösungen für industrielle Kunden hauptsächlich in der Region sowie, in Lohnarbeit, mechanische Bauteile für andere Maschinenbauer. Zum anderen ist die Wicon AG als Zulieferer von Firmen im grenznahen Ausland tätig, die dann Autobauer beliefern.

"Ein Glücksfall"
Hans Hofstetter, Verwaltungsratspräsident der Wicon Group, sagt über den Erwerb des Petroplast-Vinora-Areals, dies sei "ein Glücksfall" und "eine ideale Lösung für uns". Mit der Vereinigung der Produktion und Administration der drei Betriebe, die künftig als Wicon firmieren, unter einem Dach könne man "eine gemeinsame Firmenkultur schaffen" und Kosten sparen. Laut Hofstetter haben es kleine Unternehmen in unserem Wirtschaftsraum häufig schwer, zu überleben. Deshalb wolle auch die Wicon Group weiter wachsen, sowohl organisch als auch durch Zukäufe, die dann wenn möglich auch am Andwiler Standort integriert würden. Gleichzeitig bietet das Areal derart viel Platz, dass 4500 m2 Nutzfläche, darunter auch Büros, dass sich auch andere Unternehmen ansiedeln können.

Über den Kaufpreis des Areals haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Hofstetter sagt, der Erwerb "ist für uns substanziell, aber wir können ihn stemmen". Trotz der Frankenstärke, die Wicon zum aktuellen Wechselkurs verdauen könne", sei das Unternehmen mit rund 20 Mio. Fr. Umsatz gesund und könne den Kauf mit selbst erarbeiteten Mitteln finanzieren, also aus dem Cash-flow. Laut Wicon-Chef Giorgio Salvo will man den Umzug auch nutzen, um in Technologie und Infrastruktur zu investieren – dies mit dem Ziel, "der technologisch führende Lieferant für Baugruppen und mechanische Präzisionsteile in der Ostschweiz" zu werden.

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