Aluwag-Abbau gelindert: Wicon übernimmt Sparte

NIEDERBÜREN/OBERUZWIL. Eine Ostschweizer Lösung führt dazu, dass die Zahl der Kündigungen bei der Aluminiumgiesserei Aluwag in Niederbüren nicht so hoch ausfällt wie vorgesehen.

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NIEDERBÜREN/OBERUZWIL. Eine Ostschweizer Lösung führt dazu, dass die Zahl der Kündigungen bei der Aluminiumgiesserei Aluwag in Niederbüren nicht so hoch ausfällt wie vorgesehen. Die auf die spanabhebende mechanische Bearbeitung spezialisierte Wicon AG in Oberuzwil wird von der Aluwag den Betriebsteil mechanische Bearbeitung übernehmen. Auf diese Weise könne ein Teil der im März ausgesprochenen betriebsbedingten 60 Aluwag-Kündigungen zurückgenommen werden. Die Arbeitsverträge würden in einem zweiten Schritt an Wicon übertragen. «Eine Verlagerung von Teilen der Produktion ins Ausland findet nicht statt.»

Noch keine genaue Zahl

Wie Wicon-Präsident Hans Hofstetter auf Anfrage sagte, wird die Oberuzwiler Wicon damit künftig auch einen Standort in Niederbüren haben. Denn die mechanische Bearbeitung der Aluwag soll an ihrem bisherigen Standort bleiben. Wie viele Stellen genau auf diese Weise fortbestehen, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wie Hofstetter erklärte. Derzeit sind die Detailabklärungen im Gang. Je nach Ergebnis wäre es denkbar, dass ungefähr 15 Mitarbeitende durch die Wicon übernommen würden und weitere zehn Personen infolge des Weiterbetriebs der Sparte bei der Aluwag verbleiben. Das Amt für Arbeit sei über die Vereinbarung informiert. Für die von der Kündigung betroffenen Mitarbeitenden laufen die Hilfsmassnahmen des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) weiter.

Arbeitsplätze in Region halten

Die Aluwag könne sich darauf konzentrieren, in ihre Kernprozesse, das Giessen und Stanzen, zu investieren, hiess es weiter. René Wagner, Delegierter des Aluwag-Verwaltungsrats, zeigte sich erfreut, dass zugleich eine Lösung gefunden wurde, die mechanische Bearbeitung in der Region zu halten. Wicon-Präsident Hofstetter erklärte, dass die Aluwag traditionell zu den wichtigsten Kunden des Unternehmens gehöre. «Eine Verlagerung der mechanischen Bearbeitung ins Ausland hätte für uns zu einem Umsatzeinbruch geführt.» Man sei überzeugt, dass man mit der jetzigen Lösung gemeinsam zu besseren Resultaten kommen werde, als es eine Verlagerung in den EU-Raum und damit eine reine Kostenreduktion ermöglicht hätte. «Dass wir dadurch einen Beitrag leisten können, industrielle Arbeitsplätze in der Region zu halten, freut uns natürlich besonders», hält die Wicon AG fest. (T.F.)