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Alternative sind eine Alternative

Börsenspiegel
Werner Huber

Die Aktienmärkte erklimmen stetig neue Höchststände. Der Weltindex, der über 2400 Titel zusammenfasst, hat seit Jahresbeginn in Dollar gemessen um rund 6 Prozent zugelegt. Aufgrund der robusten Konjunktur in weiten Teilen der Welt, tiefen Zinsen, steigenden Gewinnen und höheren Ausschüttungen stehen die Ampeln weiterhin auf grün. Die Luft an den Finanzmärkten dürfte aber dünner ­werden.

Geraten die Märkte unter Druck, rücken alternative Anlagen stärker in den Fokus. Das ­herausragende Merkmal dieser Anlageklasse ist ihre Vielfalt. Steigende Zinsen, fallende Un­ter­nehmensgewinne, Wetterkapriolen oder Wechselkursverhältnisse können in einem Fall gut sein, in einem anderen das einzelne Anlageprodukt negativ beeinflussen.

Während Zinserhöhungen sich im Allgemeinen eher negativ auf Obligationen auswirken oder stetig fallende Unternehmensgewinne Aktienkurse drücken, gibt es im Bereich der alternativen Anlagen Instrumente, die sich entgegengesetzt zu diesen Trends bewegen. Deshalb eignen sich alternative Anlagen besonders gut zur Diversifikation von Renditen und Risiken in einem Portfolio.

Das Wichtigste bei der Investition in alternative Anlagen ist das Verständnis dafür, wie die einzelnen Anlagen auf Änderungen der Fundamentalfaktoren ­reagieren. Wird ein Portfolio nur mit Anlagen bestückt, die beispielsweise zinsreagibel sind, kann das Risiko für Kursenttäuschungen bei entsprechenden Zinsbewegungen hoch ausfallen.

Bewusstsein für Treiber und Risikoeigenschaften

Deshalb empfiehlt die TKB die Wahl von Anlagen mit möglichst schwacher Korrelation zueinander. Dabei beschreibt die Korrelation die Eigenschaft, ob sich Anlagen tendenziell in die gleiche Richtung, unabhängig von­einander oder entgegengesetzt zueinander entwickeln. Innerhalb der alternativen Anlagen gibt es zahlreiche Produkte, die als Depotbeimischung geeignet sind. So können Engagements in Edelmetalle, Rohstoffe, Hochzins- oder Katastrophenanleihen bei gegebener Risikofähigkeit des Anlegers durchaus Sinn machen. Auch einzelne Hedgefonds, Private Equity oder Investitionen in Infrastrukturprojekte können interessante Performancebeiträge liefern. Vorausgesetzt ist aber ein klares Bewusstsein über die Treiber und Risikoeigenschaften dieser Anlagen.

Die persönlichen Anlageziele, die Risikoneigung und der Zeithorizont sind weitere Faktoren, die bei der Zusammenstellung des Portfolios berücksichtigt werden müssen.

Werner Huber

Senior Portfolio Manager Thurgauer Kantonalbank

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