Alpentourismus hat zu kämpfen

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Reisen Mit der Erstarkung des Euro haben sich für den Schweizer Alpentourismus die Zukunfts­aussichten aufgehellt. Langfristig bleiben diese für die alpinen Hotels und Bergbahnen jedoch getrübt. Denn die touristische Infra­struktur in den Bergen hat sich noch nicht an die klimatischen und touristischen Veränderungen angepasst, wie die Credit Suisse (CS) in einem Bericht schreibt. Grösste Herausforderung bleibe der Klimawandel. So dürfte 2035 nur noch jedes dritte Skigebiete schneesicher sein (wobei die Schweiz dank hoch gelegener ­Skigebiete einen Wettbewerbsvorteil haben werde). Heute sind es noch 60 Prozent. Eine weitere langfristige Herausforderung: Der Wintersport hat starke Konkurrenz erhalten durch andere Ferien- und Freizeitangebote. So sei die Zahl der Auslandreisen von Schweizern allein seit 2008 um 22 Prozent gestiegen. Ent­lastende Trends seien dagegen nicht in Sicht. So könnten weder der Sommertourismus noch die asiatischen Gäste den Rückgang im Winter kompensieren, sagt Studienautor Sascha Jucker. Un­ter Druck seien besonders Grau­bünden und das Wallis. Die Bergbahnumsätze seien zwar in den letzten Jahren deutlich gestiegen. «Doch davon haben fast nur die international bekannten Ausflugsziele Jungfraujoch, Pilatus, Titlis oder Rigi profitiert.» (sda)

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