Oeko Solve holt sich den Raiffeisen-Unternehmerpreis – Lob für die Finalisten: «Es sind alles Gewinner»

Die Oeko Solve AG aus dem Sarganserland gewinnt den Raiffeisen-Unternehmerpreis.

Thomas Griesser Kym
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Feiern den Preisgewinn: Katrin Vetsch mit der Trophäe, dem «Goldenen David», und Daniel Jud (links) von Oeko Solve. (Bild: Michel Canonica)

Feiern den Preisgewinn: Katrin Vetsch mit der Trophäe, dem «Goldenen David», und Daniel Jud (links) von Oeko Solve. (Bild: Michel Canonica)

Eine ökologische Lösung zu ­haben für Holzfeuerungen – an dieser Aufgabe sind Katrin Vetsch, Daniel Jud und Beat Müller von der Oeko Solve AG «mit viel Herzblut dran». Das sagte Jurypräsidentin Gabriela Manser, als gestern Abend feststand, dass das Sarganserländer Unternehmen den diesjährigen und 2. Raiffeisen-Unternehmerpreis Ostschweiz gewonnen hat. Oeko Solve, entstanden 2011 aus einem Businessplan-Wettbewerb als Start-up mit sechs Mitarbeitenden, die noch heute alle dabei sind, hat sich zur Marktführerin bei Hightech- Filtern für Holzfeuerungen bis 300 kW entwickelt. So bleibt der Feinstaub im Filter und geht nicht in die Luft. «Anfänglich wussten wir nicht, wie wir die Löhne bezahlen können, und nun gewinnen wir diesen Preis», fasste Daniel Jud seine Emotionen zusammen.

Gabriela Manser lobte das Unternehmen an der Preisverleihung im Werk 1 in Gossau als Vorbild für «nachhaltiges und erfolgreiches Wirtschaften». Auch erwähnt wurde das soziale Engagement etwa mittels der Einstellung und Förderung von Mitarbeitenden über 50.

«Mut, Tatkraft und Risikobewusstsein»

Während sich die Oeko-Solve-Leitung noch kaum Gedanken gemacht hat über die Verwendung des Preisgelds von 10000 Franken («etwas für die Mitarbeitenden wird es sicher geben», so Katrin Vetsch), ist in dieser Hinsicht bei der Streule + Alder aus Rorschach alles klar. Die 5000 Franken für den Gewinn des Publikumspreises als «beliebtestes Unternehmen» fliessen in ein Projekt in Senegal, wo das Unternehmen eine Solaranlage auf dem Dach eines Spitals baut. Die Firma ist spezialisiert auf die Gebäudehülle, vom Fassadenbau übers Dach bis hin zur Fotovoltaik. Unter anderem hat der Betrieb um Inhaber Karl Streule auch schon einmal den Schweizer Solarpreis eingeheimst.

Freuen sich über den Publikumspreis: Eva Maria Streule, Horst Keller und Karl Streule (von links) von der Rorschacher Firma Streule + Alder.

Freuen sich über den Publikumspreis: Eva Maria Streule, Horst Keller und Karl Streule (von links) von der Rorschacher Firma Streule + Alder.

«Es sind alles Gewinner.» Das sagten Gabriela Manser und die Vertreter von Raiffeisen, dar­unter Firmenkundenchef Urs P. Gauch, mehrmals über die sechs Nominierten. Also auch die Schreinerei Bantli aus Eschenz, das Berggasthaus Staubern im Alpstein, das Bioweingut Lenz aus Uesslingen- Buch nahe Frauenfeld und die Kunststofffirma Swissplast aus Sargans. Gauch sagte, die Jury habe die Nominierten aus einer «hohen Anzahl Bewerbungen von hochstehender Qualität» ausgewählt. Die Firmen zeichneten sich aus durch «Mut, Tatkraft und Risikobewusstsein» – Eigenschaften, die zuvor auch der Berner Unternehmer und Fallschirmspringer Marc Hauser genannt hatte. Und er empfahl den Unternehmern, bei zwei ­Alternativen auch mal «den mutigeren Weg zu wählen».