AKTIENKURS ZUR ROSE: «Da sind wir um Längen voraus»

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Vom Hauptsitz aus in Frauenfeld will die Versandapotheke Zur Rose weitere Märkte erobern. (Bild: PD)

Vom Hauptsitz aus in Frauenfeld will die Versandapotheke Zur Rose weitere Märkte erobern. (Bild: PD)

Walter Oberhänsli, der Börsengang erfolgt früher als geplant. Warum?

Das Zeitfenster ist jetzt ideal. Die Zur-Rose-Gruppe verfügt als führende Versandapotheke Europas über zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten.

Fürchten Sie nicht, dass Platzhirsche wie Amazon nach dem Börsengang Zur Rose übernehmen könnten?

Bereits vor dem Börsengang war die Zur-Rose-Aktie ausserbörslich frei handelbar. Wir haben keine Anzeichen, dass es zu einer Verkaufswelle von bisherigen Aktionären nach dem Börsengang kommen könnte. Eine Übernahme wird zusätzlich dadurch erschwert, dass wir mit Corisol einen grossen Ankeraktionär haben.

Amazon könnte Ihnen im gleichen Geschäft auch Konkurrenz machen.

Natürlich kann Amazon in den Markt eindringen. Aber es stellt sich schon die Frage, ob Amazon für den Medikamentenversand geeignet ist. Sie müssten sich Zulassungen verschaffen, eine Logistik aufbauen und so weiter. Da sind wir um Längen voraus. Und wir haben das wichtigste Kapital im Arzneiversandbereich, nämlich das Vertrauen der Kunden und Patienten.

Den traditionellen Apothekern gefällt nicht alles, was Sie machen. Stichwort Apothekenautomat im ländlichen Raum. Wird das Projekt weiterverfolgt?

Natürlich. Wir wollen auch in strukturschwachen Gegenden die Menschen mit Arzneien versorgen, besonders, wenn die Dorfapotheke, wie im deutschen Hüffenhardt, schliesst. Dort organisiert Doc Morris den Versandhandel mit Hilfe einer telepharmazeutischen Beratung und eines Abgabeterminals.

Sie haben bereits eine wichtige Akquisition für den Herbst angekündigt. Wer ist es?

Wir haben mit der Gegenpartei Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt einer befriedigenden Risikoprüfung und weiterer Bedingungen. (bor)