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Aktien sind eine Investition wert

Anleger mit einem grossen Teil an festverzinslichen Instrumenten, auch Obligationen genannt, haben sich in den letzten Jahren die Hände gerieben. Die Bewältigung der Finanzkrise von 2008 verleitete die Notenbanken zu radikalen geldpolitischen Massnahmen.
Michael Brotbeck Leiter Investment Services Thurgauer Kantonalbank

Anleger mit einem grossen Teil an festverzinslichen Instrumenten, auch Obligationen genannt, haben sich in den letzten Jahren die Hände gerieben. Die Bewältigung der Finanzkrise von 2008 verleitete die Notenbanken zu radikalen geldpolitischen Massnahmen. Um die Wirtschaft anzukurbeln und die negativen Folgen der Finanzkrise zu bekämpfen, senkten sie die Leitzinsen immer weiter. So weit, dass in der Schweiz und auch in der Eurozone Negativzinsen zur Realität wurden. Wer in dieser Zeit Obligationen hielt, profitierte von dazumal hohen Couponzahlungen bei gleichzeitig steigenden Kursen.

Anleger trägt Risiko

Wer heute sein Vermögen ertragreich anlegen möchte, steht indes vor einer schwierigen Herausforderung. Die bei Anlegern beliebten, weil grundsätzlich soliden Obligationen stellen kaum mehr eine Anlageklasse dar, in die es sich zu investieren lohnt. Die Renditen für erstklassige Papiere liegen derzeit, wenn überhaupt, nur knapp über der Marke von 0%. Das derzeit zwar geringe, aber durchaus existente Risiko eines Zahlungsausfalles des Schuldners wird damit nicht mehr entschädigt. Unter dem Strich verbleibt beim Anleger das Risiko, allerdings ohne Rendite.

Der Aktionär trägt das Risiko mit

Mehr denn je richten die Anleger darum ihren Blick auf Aktien. Hier locken auch im als konservativ geltenden Schweizer Markt Jahr für Jahr Dividendenrenditen von knapp 4%. Aber aufgepasst: Die Dividende ist nur ein Teil der Betrachtung. Deutlich grösser ist der Einfluss der Kursschwankungen, die schnell im zweistelligen positiven wie negativen Prozentbereich ausfallen können. Im Gegensatz zum Obligationär ist man als Aktionär eben Teilhaber und nicht nur Fremdkapitalgeber des Unternehmens. Aktionäre tragen die vollen Konsequenzen mit – sowohl in prosperierenden als auch schwachen Phasen des Unternehmens.

Durchhaltewille ist gefragt

Die Risiken verglichen mit Obligationenanlagen sind damit ungleich höher, spiegeln allerdings auch die besseren Ertragsaussichten hinsichtlich Ausschüttungen und Kursgewinnen. Aktionäre sollten sich daher wie klassische Unternehmer verhalten und unnötige Risiken vermeiden, etwa durch die Investition in Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen. Es empfiehlt sich zudem eine breit diversifizierte Investition, um allfällige Enttäuschungen bei einzelnen Engagements ausgleichen zu können. Wichtig ist auch die Einstellung: Gerade in Schwächephasen und bei Turbulenzen an den Finanzmärkten, wie derzeit durch den Austritt der Briten aus der EU verursacht, sollten sich Aktionäre von ihrer festgelegten Strategie nicht verabschieden. Gefragt ist ein ausgesprochener Durchhaltewille. Wert einer Aktie und gehandelter Kurs an der Börse sind selten deckungsgleich.

Zeit und Nerven: Wer diese Grundlagen mitbringt, sollte sich mit dem Thema Aktien näher befassen. Trotz kurzfristigen Schwankungen bietet diese Investitionsklasse langfristig ein solides Kurspotenzial wie auch attraktive Ausschüttungsrenditen.

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