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Airbnb-Boom flaut in der Schweiz ab

Airbnb kann seine Dominanz in der Schweiz ausbauen. Doch längst nicht mehr so stark wie früher. Dies belegen die jüngsten Zahlen. Zudem zeigt sich: Das Wachstum verlagert sich immer mehr in die traditionellen alpinen Ferienkantone.
Dominik Buholzer
Auf Airbnb gibt es mittlerweile über 30 000 Angebote aus der Schweiz. (Bild: Gaëtan Bally/Keystone)

Auf Airbnb gibt es mittlerweile über 30 000 Angebote aus der Schweiz. (Bild: Gaëtan Bally/Keystone)

Das Onlineportal Airbnb wächst und wächst. Aktuell umfasst das Angebot in der Schweiz 32 761 Objekte und 92 315 Betten, wie der jüngsten Analyse des Walliser Tourismusobservatoriums zu entnehmen ist, die gestern publik wurde. Dies entspricht einer Zunahme von mehr als 3000 Objekten gegenüber Juni 2017. Airbnb ist damit auch deutlich stärker als alle anderen vergleichbaren Buchungsportale.

Das Walliser Tourismusobservatorium untersucht seit 2014 die Entwicklung von Airbnb in der Schweiz. Für die jüngste Studie wurden Airbnb-Objekte in mehr als 4500 Orten der Schweiz erfasst. Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind:

Das Wachstum von Airbnb in der Schweiz verlangsamt sich. Zwischen Oktober 2014 und Oktober 2015 hat sich das Angebot mehr als verdoppelt. Seither fallen die Wachstumsraten von Analyse zu Analyse deutlich geringer aus. Man könne aber nicht behaupten, dass Airbnb den Zenit überschritten habe, betont Roland Schegg vom Walliser Tourismusobservatorium. Das Wallis steht mit 6284 Objekten und 28 427 Betten weiterhin an der Spitze der Liste der Kantone mit den meisten Angeboten auf Airbnb. Auf den nächsten beiden Plätzen folgen mit Graubünden und Bern zwei weitere alpineFerienregionen. Roland Schegg vom Walliser Tourismusobservatorium erwartet, dass in den alpinen Ferienregionen künftig auch das Wachstum am grössten sein wird, weil in diesen Regionen die Parahotellerie, das heisst das Angebot an Ferienwohnungen, Bed & Breakfast sowie Campingplätzen, auch am grössten ist. In den Städten hingegen ist laut Schegg ein stärkeres Wachstum vor allem auch vor dem Hintergrund der Kontroverse rund um den Massentourismus und den Einfluss von Airbnb auf den Anstieg der Mieten nicht zu erwarten. Airbnb entwickelt sich immer stärker zu einem «Warenhaus für Beherbergungen», wie es Schegg formuliert: Vom Gästezimmer über die Ferienwohnung bis hin zum Bett auf dem Schiff wird ­alles angeboten. Darauf deutet auch, dass der Anteil an Hotelzimmern, die auf der Plattform angeboten werden, in den vergangenen sechs Monaten stark zugenommen hat.

Airbnb spielt heute eine wichtige Rolle bei der Vermietung von Zimmern und Hotels. Aber bringt dies der Schweiz auch einen Nutzen? «Für die alpinen Gebiete ist Airbnb ganz sicher ein Gewinn», ist Schegg überzeugt.

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