AFG verkauft Geschäft mit Präzisionsstahlrohren an Mubea

ARBON. Der Bauzulieferer AFG Arbonia Forster verkauft seinen Geschäftszweig Forster Präzisionsstahlrohre an den deutschen Automobilzulieferer Mubea. Damit werde auf das Kerngeschäft rund um «Hülle und Raum» fokussiert, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

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Ein Arbeiter der Arbonia Forster AG beim Schweissen. (Bild: Keystone)

Ein Arbeiter der Arbonia Forster AG beim Schweissen. (Bild: Keystone)

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Mit dem Verkauf werde der Weg frei für die weitere Umsetzung der Wachstumsstrategie der zum Kerngeschäft gehörenden Abteilung Forster Profilsysteme.
Der neue Eigentümer Mubea wolle die Produktion am Standort Arbon beibehalten und als internationales Kompetenzzentrum für Präzisionsstahlrohre ausbauen, wie es heisst. Damit verbunden seien Investitionen von mehr als 15 Millionen Franken. in die Weiterverarbeitung der Rohre sowie in die Fertigung von sogenannten «Tailor Rolled Tubes».

Die Arbeitsverhältnisse der 189 Mitarbeitenden würden von Mubea übernommen und unverändert weitergeführt. Mubea bleibe langfristig in den Produktionshallen von Forster Profilsysteme eingemietet, heisst es.

Die Transaktion soll nach Durchführung der gesetzlich vorgesehenen Information und Konsultation laut den Angaben per Ende Juli 2013 abgeschlossen werden. Mubea erwirtschaftet gemäss eigenen Angaben mit 7500 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro.

Aktien nach Verkauf gesucht
Mit diesem Verkauf setze AFG die Bereinigung des Geschäftsportfolios erwartungsgemäss fort, kommentieren die Experten der Privatbank Notenstein. Zur angekündigten Fokussierung fehle nun nur noch eine Lösung für den Bereich Oberflächentechnologie. Dieser Bereich passt gemäss Notenstein weder zur neuen strategischen Ausrichtung, noch könne AFG hier einen Beitrag zum Erreichen des mittelfristigen Ebit-Margenziels erwarten.

Erfreulich sei, dass der Verkauf erstmals positive Auswirkungen auf das Konzernergebnis haben werde. Die bisherigen Umbauaktionen hätten dieses jeweils belastet. Die AFG-Papiere gewannen am Vormittag an der Schweizer Börse um 2,1 Prozent an Wert. Der Gesamtmarkt, gemessen am Swiss Performance Index (SPI), legte nur 0,4 Prozent zu. (sda)

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