AFG soll bei Chefsuche Favoriten haben

ARBON. Der Chefwechsel bei AFG Arbonia-Forster erfolgte vor einer Woche abrupt. Statt Daniel Frutig leitet Verwaltungsratspräsident Rudolf Graf interimsmässig den Thurgauer Bauausrüster. Jetzt soll sich bereits ein Nachfolger herauskristallisieren.

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ARBON. Der Chefwechsel bei AFG Arbonia-Forster erfolgte vor einer Woche abrupt. Statt Daniel Frutig leitet Verwaltungsratspräsident Rudolf Graf interimsmässig den Thurgauer Bauausrüster. Jetzt soll sich bereits ein Nachfolger herauskristallisieren. Zumindest berichtet die «Handelszeitung», dass der Verwaltungsrat (VR) einen Wunschkandidaten identifiziert habe.

Es handle sich um den 50jährigen Peter Bodmer, der seit 2013 im VR von Arbonia-Forster sitzt. Die Zeitung beruft sich auf «Pläne aus dem Zirkel des AFG-Verwaltungsrats». Der Entscheid für Bodmer soll im Gremium einstimmig erfolgt sein. AFG-Sprecher Stefan Kern sagte gestern auf Anfrage: «Spekulationen kommentieren wir nicht.»

Bodmer entspräche zumindest dem Profil, das der neue Konzernchef der AFG erfüllen muss: Gesucht wird eine Person, die in der Bautätigkeit bewandert ist. Bodmer verfügt über ein Grundstudium an der ETH im Maschinenbau, später schloss er an der Uni Zürich sein Studium in Wirtschaft ab. Sechs Jahre sass er in der Leitung des Baukonzerns Implenia. Seit 2011 ist er Chef des Immobilienentwicklers Beka Global Solutions.

AFG-Präsident Graf wollte dem Bericht zufolge die Favoritenrolle Bodmers weder bestätigen noch dementieren. Mit Bodmer als Chef hätte die AFG einen Kandidaten aus dem Unternehmen, was Graf «persönlich liegen würde», wie er sagte. Zugleich sucht derzeit aber auch ein Schweizer Vermittlungsbüro einen «Kandidaten von aussen». Bereits klar ist, dass sich die AFG nicht allzu lange Zeit für die Regelung der operativen Nachfolge lassen will. Im Idealfall soll die Frage schon vor der Generalversammlung am kommenden 25. April geklärt sein. (T.F.)

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