AFG mit durchzogenem Bild

Mehr Umsatz in der Gebäudetechnik und Gebäudesicherheit, weniger Umsatz bei der Gebäudehülle. So lautet eine erste Bilanz von Arbonia Forster zu 2014.

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ARBON. Dem Thurgauer Bauausrüster AFG Arbonia Forster hat im Geschäftsjahr 2014 ein verschärfter Wettbewerb auf dem Heimmarkt zugesetzt. Der mit dem Vorjahr vergleichbare Umsatz stieg um 1,3% auf 1,017 Mrd. Fr., währungs- und akquisitionsbereinigt resultierte indes ein Rückgang um 2,4%.

Bereits im November hatte AFG die Prognosen für das Gesamtjahr 2014 deutlich gesenkt und einen organischen Umsatzrückgang von rund 3% angekündigt. Auch die Ebit-Marge wurde damals auf «mehr als 4 Prozent» gesenkt. Wegen des anhaltenden Umsatzrückgangs in der Division Gebäudehülle rechnet AFG nun sogar mit einem operativen Ergebnis zwischen 3% und 3,5%, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Preisdruck im Heimmarkt

Probleme gibt es dabei insbesondere in der Division Gebäudehülle. Hier sank der Umsatz im vergangenen Jahr um 8,5% auf 376 Mio. Franken. AFG spricht denn auch von einer signifikanten Umsatzreduktion.

Verantwortlich dafür war vor allem der anhaltend hohe Preisdruck bei den Fenstern im Heimmarkt. Verursacht wurde dieser durch den aufgrund der Währungssituation begünstigten preisgünstigen Import aus den EU-Ländern und durch die Überkapazitäten im Inland.

In der Gebäudetechnik, dem umsatzstärksten Bereich, resultierte hingegen ein Umsatzplus von gut 10% auf 490,2 Mio. Franken. Es sei gelungen, die Position in der Schweiz, Deutschland und Italien weiter zu verbessern, trotz einem sehr herausfordernden Umfeld, stellt AFG fest. Hemmend wirkte sich aber die instabile Lage in ganz Osteuropa, insbesondere aber in Russland aus. In der Gebäudesicherheit konnte der Umsatz leicht um 2,5% auf 149,9 Mio. Fr. gesteigert werden. Laut AFG ist dies in Anbetracht der wirtschaftlich anspruchsvollen Entwicklung zufriedenstellend.

Wechselkurswirren und Folgen

Ohne konkretere Angaben zu machen, stellte AFG fest, dass der SNB-Entscheid zur Aufhebung der Kursuntergrenze das laufende Geschäftsjahr beeinflussen werde. Eine detaillierte Analyse mit daraus abgeleiteten Massnahmen sei eingeleitet worden. Das bestätigte auch AFG-Chef William Christensen an der telefonischen Medienkonferenz. Eine Prognose für das laufende Jahr machte das Unternehmen nicht. Das detaillierte Jahresergebnis wird am 3. März veröffentlicht.

Börse straft ab

Kritisch aufgenommen wurden die AFG-Zahlen von der Börse: Die AFG-Aktien standen gestern morgen in einem schwächeren Gesamtmarkt stark unter Druck. Bis 11.30 Uhr verloren sie rund 5% an Wert. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI gab derweil um 1,1% nach. (sda/T. F.)