AFG beantragt Kapitalerhöhung

ARBON. Die AFG Arbonia-Forster Holding AG beantragt ihren Aktionären eine ordentliche Kapitalerhöhung im Umfang von rund 200 Millionen Franken. Dies, um die angekündigte Restrukturierung in die Tat umzusetzen.

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Die AFG findet nicht aus den Turbulenzen. (Bild: Reto Martin)

Die AFG findet nicht aus den Turbulenzen. (Bild: Reto Martin)

Am Freitag, 11. September, ruft die AFG Arbonia-Forster Holding AG ihre Aktionärinnen und Aktionäre zu einer ausserordentlichen Generalversammlung zusammen. Dabei geht es laut einem Communiqué des Unternehmens um eine ordentliche Kapitalerhöhung im Umfang von rund 200 Millionen Franken.

Bankensyndikat verpflichtet sich
An der Versammlung wird der Antrag gestellt werden, das Aktienkapital von bisher 76'547'532.60 Franken um bis zu 200'000'001.60 Franken auf maximal 276'547'534.20 Franken nominal zu erhöhen. Stimmen die Aktionäre zu, hat sich das Bankensyndikat unter der Führung der UBS AG und Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG ("Berenberg") unter Vorbehalt gewisser marktüblicher Bedingungen verpflichtet, bis zu 47'619'048 neue Namenaktien entsprechend den gesetzlichen Vorschriften zum Bezugspreis von mindestens 4.20 pro Aktie fest zu übernehmen und diese den bisherigen Aktionären, unter Wahrung der Bezugsrechte, anzubieten, wie die AFG in ihrem Communiqué schreibt.

Beteiligungsschwelle nicht überschreiten
Der Verwaltungsrat weist laut der Mitteilung darauf hin, dass es sich bei der maximal zu schaffenden Anzahl neuer Namenaktien um einen Rahmen handelt, der sich auf Grund des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbezugspreises von 4.20 Franken entsprechend dem gegenwärtigen Nennwert der AFG-Aktien ermitteln lasse. Die Artemis Beteiligungen AG, welche durch Michael Pieper kontrolliert wird, habe sich verpflichtet, die ihr aufgrund ihrer bestehenden Beteiligung zustehenden Bezugsrechte vollständig auszuüben, und behalte sich zudem vor, ihren Aktienanteil, der gegenwärtig bei 26,7 Prozent liege, weiter zu erhöhen, jedoch die Beteiligungsschwelle von 33,33 Prozent nicht zu überschreiten.

Hunderte Jobs gehen ins Ausland
Durch die geplante Kapitalerhöhung schafft die AFG gemäss dem Communiqué die finanziellen Voraussetzungen für die Umsetzung der angekündigten Restrukturierung und Repositionierung. Mitte August hatte das Unternehmen bekannt gegeben, bis zu 320 Arbeitsplätze aus der Schweiz ins Ausland zu verlagern. So soll die Holz- und Holz/Aluminium-Fensterproduktion über die kommenden drei Jahre schrittweise von Altstätten nach Deutschland verlagert werden. Zudem sollen Kunststoff-Fenster künftig nicht mehr in Villeneuve, sondern in der Slowakei hergestellt werden.

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