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AFFÄRE VINCENZ: Neuer Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident: "Rücktritt ist kein Schuldeingeständnis"

Am Donnerstagabend hat Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident Johannes Rüegg-Stürm per sofort seinen Hut genommen. Für ihn rückte Pascal Gantenbein nach. Für Freitag, 10.30 Uhr, hat Raiffeisen die Medien eingeladen. Verfolgen sie die Konferenz in unserem Ticker.
Pascal Gantenbein, Patrik Gisel und Johannes Rüegg-Stürm (von links) bei der Medienkonferenz. (Bild: WALTER BIERI (KEYSTONE))

Pascal Gantenbein, Patrik Gisel und Johannes Rüegg-Stürm (von links) bei der Medienkonferenz. (Bild: WALTER BIERI (KEYSTONE))

Raiffeisen-Chef Patrik Gisel erhält weiterhin Rückhalt: Nach dem Rücktritt von Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident Johannes Rüegg-Stürm hat der interimistische Präsident Pascal Gantenbein Gisel an einer Medienkonferenz in Zürich sein vollstes Vertrauen ausgesprochen.

Der abtretende Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident Johannes Rüegg-Stürm wolle derweil mit seinem Rücktritt ermöglichen, dass die Vergangenheit "unbelastet abgeklärt werden kann": "Viele Genossenschafter und Kunden sind irritiert, enttäuscht und frustriert über das, was zu Tage getreten ist", sagte Rüegg-Stürm. Er habe überlegt, wie die aktuelle Krise beigelegt werden könne und wolle mit diesem Schritt nun Verantwortung übernehmen. Nach seiner Stellungnahme verliess Rüegg-Stürm die Pressekonferenz umgehend. (Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zur Vincenz-Affäre)

"Wir setzen ein Zeichen, dass wir die Situation nutzen, um die Zukunftsfähigkeit zu stärken", sagte Gantenbein. Er gab während der Fragerunde den überwiegenden Teil der Antworten, auch wenn sie an CEO Patrik Gisel gerichtet waren. Viele Fragen blieben mit Verweis auf die laufende Untersuchung unbeantwortet.

In dieser Hinsicht ein Höhepunkt war der Moment, als eine Frage zum Verhältnis von Beat Stocker und Pierin Vincenz gestellt wurde. Gantenbein nahm Gisel die Beantwortung dieser Frage ab und verwies auf die laufenden Abklärungen - gleichzeitig bat er um Verständnis, dass er nicht mehr sagen könne, da er "seit wenigen Stunden" im Amt sei.



Raiffeisen hatte am Donnerstagabend bekannt gegeben, dass Rüegg-Stürm sein Amt per sofort niederlege. Begründet wurde dieser Schritt mit den jüngsten Entwicklungen in Zusammenhang mit dem eingeleiteten Strafverfahren gegen den ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz sowie dem noch immer laufenden Verfahren der Finanzmarktaufsicht Finma gegen Raiffeisen Schweiz.

Rüegg-Stürm hatte noch vergangenen Sonntag in einem Zeitungsinterview gesagt, er wolle zwei weitere Jahre als Präsident antreten. Sein Umdenken sei - in Absprache mit dem Verwaltungsrat - Rüegg-Stürms eigener Entscheid gewesen, sagte Gantenbein. Auch vonseiten der Finma oder der Staatsanwaltschaft habe es keine Einflussnahme gegeben.

Vincenz sitzt seit letzter Woche in Untersuchungshaft. Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher ungetreuer Geschäftsbesorgung. Vincenz soll bei Firmenübernahmen der Kreditkartengesellschaft Aduno und der Investmentgesellschaft Investnet ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert haben. Aduno reichte im letzten Dezember Anzeige ein.

Zuvor hatte Ende Oktober die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) ein Verfahren zu Corporate-Governance-Themen gegen Raiffeisen eingeleitet. (sda/jw)

Der Liveticker zur Medienkonferenz zum Nachlesen:

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