Adunic spielt in Baku mit

Die Europäischen Spiele in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, haben begonnen. Seit heute kämpfen hier Sportler aus ganz Europa um Medaillen. An den Wettkampfstätten hat auch die Frauenfelder Firma Adunic mitgebaut.

Stefan Borkert
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Eine der Sportstätten, die die Adunic in Baku erstellt hat, ist der BMX-Parcours in der Nähe des Kaspischen Meers. (Bild: pd)

Eine der Sportstätten, die die Adunic in Baku erstellt hat, ist der BMX-Parcours in der Nähe des Kaspischen Meers. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Es ist jetzt ein Jahr her, dass die Firma Adunic in Frauenfeld mit vier Mitarbeitern gestartet ist. Heute hat die Spezialistin für temporäre Bauten 51 Festangestellte. «Wir haben im letzten Jahr 18 Projekte abgeschlossen. An 35 wird derzeit gearbeitet, acht Projekte sind unterschriftsreif und 30 Projekte in der Pipeline», sagt Gründer und Firmenchef Andy Böckli. In Franken ausgedrückt sind so 62 Mio. im ersten Jahr generiert worden. «Wir wollen schon wachsen», aber in erster Linie gelte es jetzt den Erfolg zu bestätigen, sagt Böckli.

Ein Ruhekissen ist das Geschäft mit temporären Bauten nicht. Deshalb wird auch kontinuierlich am Aufbau eines Netzwerks in Europa gearbeitet. So gibt es mittlerweile die Adunic Deutschland am Standort Berlin plus Vertretungen in Frankfurt, Stuttgart, London, Madrid, Paris und Mailand. Die Finanzierung des Unternehmens steht auf festen Füssen. «Wir sind praktisch auf kein Fremdkapital mehr angewiesen», sagt Böckli. Der Verwaltungsrat ist erweitert worden und besteht nun aus fünf Verwaltungsräten. Mit Thomas Vettiger, Mariel Hoch, Jan Kollros, Carsten Hell und Gérard Jenni habe man bewusst unabhängige Persönlichkeiten an Bord geholt, die zudem Fach- oder Branchenexperten seien, sagt Böckli.

Einsatz bei Sturm

Ein Projekt, das seit gestern im Fokus der europäischen Sportwelt steht, sind die ersten Europäischen Spiele in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan. Adunic hat für mehrere Sportstätten, darunter der BMX-Parcours, Tischtennis und Badminton, alle temporären Installationen übernommen, die für die Durchführung notwendig sind. Dazu gehören Zelte, Tribünen, Container, Zäune, Elektroarbeiten, Sanitärarbeiten und das Aufstellen von Gerüsten. Adunic habe das Projektmanagement für die Overlay-Infrastruktur übernommen, so Böckli. Was hat vor Ort am meisten Kopfzerbrechen bereitet? Andy Böckli sagt: «Na ja, Baku liegt am Kaspischen Meer. Da hat unser Team oft mit starkem Wind und Sturm von über 80 Stundenkilometern zu kämpfen.» Zudem setze ein Einsatz im Ausland immer voraus, dass man sich zuerst mit den kulturellen Gegebenheiten auseinandersetze. «Das ist eine zusätzliche Herausforderung. Unser Team war darauf gut vorbereitet, da wir schon einige Projekte in dieser Region erfolgreich abschlossen haben.»

Team bleibt bis zum Schluss

Adunic ist seit Ende letzten Jahres mit einem guten Dutzend Mitarbeitern vor Ort. «Natürlich bleiben sie bis zum Schluss, um mögliche aufkommende Arbeiten auszuführen und unseren Partnern zur Seite zu stehen», sagt Böckli und fährt fort: «Die Spiele und das Ergebnis unserer Arbeit werde ich mir nächste Woche zusammen mit unseren Kunden auch selbst ansehen.» • SPORT 16