Acrevis macht weiter mit Digitalisierung

Die Ostschweizer Regionalbank konnte 2019 ihren Gewinn leicht erhöhen. 

Kaspar Enz
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Die Acrevis Bank hat Fililalen von Bodensee bis Zürichsee.

Die Acrevis Bank hat Fililalen von Bodensee bis Zürichsee. 

Bild: Urs Bucher

Die Acrevis Bank konnte im vergangenen Geschäftsjahr ihren Gewinn leicht steigern. Die Ostschweizer Regionalbank erzielte 2019 einen Reingewinn von 19,6 Millionen Franken, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bruttoertrag lag bei 69,5 Millionen Franken, rund 2,4 Prozent mehr als 2018.

Mit 41 Millionen Franken machte der Erfolg aus dem Zinsgeschäft den grössten Teil des Ertrages aus. Mit 2,3 Prozent steigt dieser Erfolgsanteil langsamer als die Ausleihungen, die um 3,2 Prozent auf 3,73 Milliarden Franken zunahmen. Eine Folge der tiefen Zinsen, sagt Michael Steiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung. «Noch laufen Hypotheken zu höheren Zinsen aus und werden durch solche mit tiefen Zinsen ersetzt.»

Erfolg mit neuem Anlageprodukt

Einen deutlichen Anstieg meldet die Acrevis aber auch beim Depotvolumen, das um 11,3 Prozent auf 4,89 Milliarden anstieg. Im Vermögensverwaltungsgeschäft stiegen die Volumen gar um 29,1 Prozent auf 1,01 Milliarden zu. Dieses starke Wachstum habe einerseits mit der Marktentwicklung zu tun, meint Michael Steiner. Andererseits zeige sich aber, dass die Anlage- und Beratungslösung «Acrevis Spektrum» neue Kunden anziehe.

Die Bank stärkte auch ihre Tochterfirma Finanz-Logistik AG. Die 12 Mitarbeitenden der Abteilung Kreditverarbeitung sind nun dort tätig und bieten ihre Dienstleistungen auch den 28 angeschlossenen Banken an.

Investitionen in Digitalisierung

Vor einem Jahr hatte die Acrevis Bank angekündigt, rund 20 Millionen Franken in die Digitalisierung zu investieren. Im vergangenen Jahr führte die Bank so eine neue Technologieplattform ein, welche die weitere Entwicklung beschleunigen soll. Ausserdem werden die Anlageberater neuerdings von IT-Tools unterstützt, die auch Visualisierungen erlauben.

Dieses Jahr will die Bank weiter in die Digitalisierung investieren. So können Kunden wie Mitarbeitende bald alle Konten elektronisch eröffnen. Weiter werde ein neues Kundenportal im Internet eingerichtet. So können die Kunden über ein einziges System auf alle Dienstleistungen der Bank zurückgreifen. 

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Christof Lampart