Abwarten bei der US-Notenbank

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GeldpolitikAuch unter neuer Zusammensetzung hält die US-Notenbank Fed ihren Kurs. Der Offenmarktausschuss des Fed beliess die Leitzinsen gestern unverändert auf 1,0 bis 1,25 Prozent. Weil die Konjunktur in den USA aber trotz der Unwetter im September «solide» weiterwachse und auch die Arbeitslosen­quote sinke, ist mit einer baldigen Zinserhöhung zu rechnen, wie der schriftlichen Stellungnahme der Währungshüter zu entnehmen ist. Sorgen bereitet dem Fed höchstens die tiefe Inflation, die sich hartnäckig unter dem Zielwert von 2 Prozent hält. Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses soll Ende Oktober, Anfang November stattfinden. Beobachter rechnen aber erst am übernächsten Zusammentreffen der Währungshüter Mitte Dezember mit einer nächsten Zinserhöhung um ein Viertelprozent.

US-Präsident Donald Trump bestätigte derweil gestern, dass er heute Donnerstag den Namen des neuen Fed-Chefs bekannt- gebe. Das Mandat von Amts­inhaberin Janet Yellen, die den Demokraten nahesteht, läuft am 3. Februar 2018 ab. Laut übereinstimmenden Medienberichten will Trump Fed-Gouverneur Jerome «Jay» Powell, der den Republikanern nahesteht, als Nachfolger nominieren. Powell war Anwalt und Investmentbanker, und er hat ein Gastspiel im Finanzministerium unter Präsident George Bush senior hinter sich. (rrw)