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ABTWIL: "Wegen Umbau geschlossen": Migros Ostschweiz macht weniger Umsatz

Die Migros Ostschweiz hat ein "anspruchsvolles" Jahr hinter sich. Wegen Umbauten grösserer Filialen und tieferen Preisen sank der Umsatz um 1 Prozent auf 2,36 Milliarden Franken. Der Gewinn sank auf 39 Mio. Franken.
Die Migros Ostschweiz hat 2017 weniger Umsatz gemacht - unter anderem wegen Umbauten. (Bild: Ralph Ribi)

Die Migros Ostschweiz hat 2017 weniger Umsatz gemacht - unter anderem wegen Umbauten. (Bild: Ralph Ribi)

Die Migros Ostschweiz war im vergangenen Jahr einem harten Wettbewerb ausgesetzt. Die Konkurrenz im online Handel stieg. Zudem spürten vor allem grenznahe Läden den Einkaufstourismus. Zwar stagnierte er, blieb "aber auf hohem Niveau", sagte Peter Diethelm, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Ostschweiz, an der Bilanzmedienkonferenz vom Donnerstag in Abtwil.

Über alle Sortimente hinweg wurden die Preise um durchschnittlich ein halbes Prozent gesenkt. Die Preisabschläge führten zu Mindereinnahmen von 12 Mio. Franken.

Den Löwenanteil des Umsatzes erzielte die Migros Ostschweiz mit den 106 Supermärkten. 1,8 Milliarden Franken generierten diese insgesamt, das sind 2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Hauptgrund für den Umsatzrückgang bei den Supermärkten liege in der Erneuerung des Filialnetzes. Drei grosse Läden in Amriswil, Herisau und Winterthur waren wegen Um- oder Neubauten geschlossen. Weil weitere Erneuerungen anstünden, werde sich die Genossenschaft in den kommenden Jahren an rückläufige Umsätze gewöhnen müssen, sagte Diethelm.

Umsatzrückgang bei Fachmärkten

Die Fachmärkte (Do it+Garden, Melectronics, Micasa, OBI, SportXX) standen weiterhin unter Preisdruck. Sie mussten bei einer Minusteuerung von 3 Prozent einen Umsatzrückgang von 3,7 Mio. Franken auf 241 Millionen Franken (-0,7 Prozent) hinnehmen.

Zuversichtlich zeigte sich die Geschäftsleitung über neue Märkte, welche letztes Jahr eröffnet wurden. Sowohl die "Bike World" in Winterthur sowie das Outlet Migros in Gossau stiessen bei den Kundinnen und Kunden auf grossen Anklang.

Junge Geschäftsfelder boomen

Bei der Sparte Gastronomie/Hotel konnte die Migros den Umsatz um 11 Prozent auf 151 Mio. Franken steigern. Vier neue Chickeria-Restaurants wurden eröffnet. Zur Zeit gibt es 15 solche Fast-Food Restaurant in der Ostschweiz.

Ausgebaut wurde auch das Geschäft mit der Gemeinschaftsgastronomie. Mittlerweile betreibe die Migros Kantinen für 11 Ostschweizer Unternehmen. Das neu umgebaute Hotel Säntispark steigerte die Zahl der Logiernächte um 17 Prozent.

Zu den boomenden Geschäftsfeldern gehören auch die Freizeitanlagen. Der Umsatz wuchs um 9 Prozent auf 44 Mio. Franken. Inzwischen betreibt die Migros elf MFIT-Trainingszentren. Der modernisierte Säntispark steigerte die Bad-Eintritte um 13 Prozent auf total 650'0000.

Mitarbeiter unter Druck

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sank im vergangenen Jahr leicht um 82 auf 9796 oder auf 6109 Vollzeitstellen. Die Fluktuation habe zugenommen. Ursache dafür sei wahrscheinlich, dass der Druck auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen sei, sagte Diethelm.

Zum Gebiet der Migros Ostschweiz gehören die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Schaffhausen, St.Gallen und Thurgau und der nordöstliche Teil des Kantons Zürich sowie das Fürstentum Liechtenstein. Betrieben werden 107 Supermärkte, 45 Fachmärkte, 62 Restaurants, 10 Klubschulen, 11 Fitnesszentren und weitere Anlagen.

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