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«Absolut wasserdicht»

Affäre Vincenz «Wir haben null Hinweise auf ein fehlerhaftes Verhalten» von Pierin Vincenz. Und: «Er hat sich stets korrekt verhalten.» Das sagt Helvetia-Chef Philipp Gmür. Der frühere Raiffeisen-Chef Vincenz, der in Untersuchungshaft sitzt, war von Oktober 2015 bis Mitte Dezember 2017 Verwaltungsratspräsident der Helvetia-Versicherungen. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Zürich wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung im Zusammenhang mit Käufen und Verkäufen von Beteiligungen im Umfeld Raiffeisens und der Kreditkartenfirma Aduno.

Gmür sagt, die einzige wesentliche Akquisition der Helvetia während Vincenz’ Amtszeit als Verwaltungsratspräsident sei jene des Hypothekenvermittlers Moneypark gewesen. An diesem erwarb die Helvetia Ende 2016 70 Prozent. Laut Gmür ist der Moneypark-Kauf «absolut wasserdicht». Der Anstoss sei auch nicht vom Verwaltungsrat gekommen, sondern vom Management der Helvetia. Gmür sagt ferner, diese habe genaue Kenntnis der verkaufenden Moneypark-Aktionäre. Darüber habe man sich im Rahmen der Due Diligence (vertiefte Buchprüfung) informiert. «Vincenz war und ist nicht als Aktionär an Moneypark beteiligt», sagt Gmür, der ausserdem «ausschliesst», dass Vincenz über Strohmänner an Moneypark verdeckt beteiligt gewesen sein könnte. «Auch dafür gibt es keine Hinweise», sagt Gmür.

Heikle Transaktionen mit Beteiligungen

Verdeckte Treuhandgeschäfte spielen mutmasslich eine Rolle in den Vorwürfen gegen Vincenz im Strafverfahren der Staatsanwaltschaft. Demnach soll sich der damalige Raiffeisen-Chef mit der Hilfe von Strohmännern verdeckt an Firmen beteiligt haben, womit er als wirtschaftlich Berechtigter nicht in den Verträgen auftauchte. Konkret geht es um die Investmentgesellschaft Investnet und die Softwarefirma Commtrain Card Solutions. Später hat Raiffeisen 60 Prozent an Investnet übernommen, und Aduno hat Commtrain erworben. Im Rahmen dieser Transaktionen soll sich Vincenz laut den Vorwürfen persönlich bereichert haben.

Vincenz trat als Verwaltungsratspräsident der Helvetia Mitte Dezember 2017 zurück, weil sich kein rasches Ende des Zwangsverfahrens der Finanzmarktaufsicht (Finma) gegen ihn ab­zeichnete. Diese untersuchte die Transaktionen im Raiffeisen- und Aduno-Umfeld sowie die Rolle Vincenz’ dahingehend, ob dieser noch Gewähr bot für einwandfreie Geschäftsführung. Mit seinem Rücktritt bei Helvetia und dem Versprechen, nie mehr in Schlüsselpositionen in der Finanzbranche tätig zu werden, erreichte Vincenz, dass die Finma das Verfahren einstellte.

Helvetia-Chef Gmür sagt, der Versicherungskonzern sei von keinerlei Untersuchungen betroffen. Auch habe es keine Anfragen der Aufsichtsbehörde im Zusammenhang mit der Person Pierin Vincenz gegeben. (T. G.)11

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