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Stadler gewinnt ersten Auftrag für Triebzüge in Kanada

Für 80 Millionen Franken baut der Ostschweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler im Werk Bussnang sieben vierteilige dieselelektrische Triebzüge für die Hauptstadt Ottawa. Für Stadler ist dies das zweite Projekt in Kanada.
Thomas Griesser Kym
Im Stadler-Werk in Bussnang werden bald auch Züge für Kanada produziert. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Im Stadler-Werk in Bussnang werden bald auch Züge für Kanada produziert. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Stadler wird für seine Anstrengungen belohnt, im Markt Nordamerika stärker Fuss zu fassen. Nach mehreren Aufträgen aus den USA gelingt nun auch in Kanada der Einstieg mit ganzen Zügen. Bisher hatte Stadler aus dem Land erst einen Auftrag erhalten: Für Rocky Mountaineer baut Stadler Panoramawagen, die nordöstlich von Vancouver auf touristischen Routen verkehren.

Nun haben die Stadt Ottawa und die SNC-Lavalin Group bei Stadler sieben Triebzüge des Typs Flirt bestellt. Das Auftragsvolumen beträgt 106 Millionen kanadische Dollar (80 Millionen Franken). Damit ist Kanada das 18. Land, in das Stadler Flirt-Züge verkauft hat. Gefertigt werden die vierteiligen dieselelektrischen Züge im Stadler-Werk am Hauptsitz in Bussnang, das als Kompetenzzentrum dieser Fahrzeuge dient.

Erprobt bei Eiseskälte

Zudem verfügt Stadler hier über viel Erfahrung im Bau von Zügen für Länder mit hohen Anforderungen an die Wintertauglichkeit, also an den Betrieb bei Eis, Schnee und frostigen Temperaturen. Solche Fahrzeuge hat Stadler bereits nach Estland, Finnland, Norwegen und Schweden verkauft.

Visualisierung des Stadler-Flirt für die kanadische Hauptstadt Ottawa. (Bild: PD)

Visualisierung des Stadler-Flirt für die kanadische Hauptstadt Ottawa. (Bild: PD)

Laut Vertrag liefert Stadler die Züge für Ottawa ab Mitte 2021. Danach werden sie vor Ort ausgiebig getestet. Beschafft werden die 120 km/h schnellen Züge im Rahmen der Trillium Line Extension. Dabei wird die Trillium Line um 16 Kilometer Schienenstränge und um acht Stationen erweitert (wovon zwei auf der bestehenden Linie), inklusive einer Anbindung an den internationalen Flughafen von Ottawa.

Kanada verlangt keine Fertigung im eigenen Land

Anders als in den USA, wo der Buy America Act einen Fertigungsanteil von mindestens 60 Prozent im Land vorschreibt, sobald Bundesgelder fliessen, kann Stadler die Züge für Ottawa ganz in der Schweiz herstellen. Vergangenes Jahr hatte es in kanadischen Medien noch geheissen, die Züge würden in der Schweiz gefertigt und möglicherweise in Ottawa montiert.

Momentan wird die Trillium Line mit sechs Zügen des Typs Lint von Alstom bedient, die auch weiterhin eingesetzt werden. Die Lint sind halb so lang wie Stadlers Flirt. Die Erweiterung der Trillium Line wird von der SNC-Lavalin-Tochter Transitnext finanziert, gebaut und unterhalten.

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