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65 Stunden Fahrzeit: Klimaaktivistin reist mit dem Zug nach Davos

Fürs Klima vom Flugzeug auf den Zug umsteigen - und das viele, viele Stunden lang: Die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat den langen Weg nach Davos mit der Bahn auf sich genommen. Am Mittwochmittag traf sie in Davos ein.
Greta Thunberg trägt ihre Botschaft ans Weltwirtschaftsforum in Davos. Die 16-jährige Schwedin will mit ihrem Schulstreik darauf aufmerksam machen, wie drängend die Probleme der Umwelt sind. (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)
Vom Weltwirtschaftsforum erwartet die Schülerin «nichts», wie sie sagte. Solange nicht alle Menschen erkennen würden, wie dringend das Problem sei und was getan werden müsse, könne man keinen Druck aufsetzen. Und wenn man das nicht könne, könne das Problem einfach ignoriert werden. (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)
Auf die 16-jährige Schülerin Greta Thunberg warteten bei ihrer Ankunft in Davos zahlreiche Medien. (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)
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65 Stunden Fahrzeit: Klimaaktivistin reist mit dem Zug nach Davos

(sda/dpa)

Schon am frühen Dienstagmorgen trat die 16-Jährige in Schweden ihre erste Etappe auf der Reise an - «Morgenzug zum Weltwirtschaftsforum in Davos», schrieb sie dazu auf Twitter. Fahrtdauer hin und zurück: etwa 65 Stunden. Im Gepäck: ein Rucksack, ein kleiner roter Koffer und ein Demonstrationsschild mit der Aufschrift «Skolstrejk for klimatet» (Schulstreik fürs Klima).

Weil Flugreisen viel CO2 ausstossen und damit klimaschädlich sind, entschied sie sich für die Anreise per Zug. Man könne die Zeit in der Bahn gut nutzen, um allerlei Dinge zu tun - zum Beispiel eine Rede zu schreiben.

Am Mittwoch um ca. 11.50 Uhr traf Thunberg in Davos ein, wo sie sofort von nationalen und internationalen Medien belagert wurde. «Ich weiss, was ich will. Und ich weiss, was richtig ist», sagte sie nach der Ankunft zu den Medien. Sie sehe die Fakten, und sie sehe, was getan werden müsse. Sie habe entschieden das zu tun, weil sie sich schlecht fühlen würde, wenn sie nichts unternehmen würde.

«Mächtige haben versagt»

Sie wolle den Mächtigen in Davos sagen, dass sie versagt hätten. Und dass kein anderes Thema mehr eine Rolle spiele, wenn man das Klimaproblem jetzt nicht angehe. Vom Weltwirtschaftsforum erwartet sie jedoch «nichts», wie sie sagte. «Solange die Menschen nicht erkennen, wie dringend die Situation sei, und was getan werden muss, kann man keinen Druck aufsetzen», sagte sie. Und wenn man das nicht könne, könnten sie das Problem einfach ignorieren.

Greta Thunberg kündigte an, bis Freitag beim WEF dabei zu sein. Sie setzt sich an vorderster Front für ein stärkeres Klimabewusstsein ein. Sie fordert, dass mehr gehandelt und weniger bloss über den Klimawandel geredet wird. Im Rahmen ihrer Protestaktion «Schulstreik fürs Klima» demonstriert sie jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm. Die Aktion fand bereits Nachahmer in aller Welt.

Auf der Uno-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz hatte sie im Dezember gesagt: «Wir müssen verstehen, was für ein Chaos die älteren Generationen angerichtet haben, das wir nun aufräumen und mit dem wir leben müssen.»

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