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Die Zahl

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Jahre ist es her, dass der US-Physiker Jack Kilby seinem Direktor den Prototyp eines ersten Taschenrechner präsentiert hat. Die Führungsriege seines damaligen Arbeitgebers, Texas Instruments (TI), zeigte sich zunächst aber nur mässig beeindruckt und ignorierte Kilbys «Cal Tech». Immerhin ermöglichten die TI-Verantwortlichen, dass der japanische Konzern Canon seine Erfindung in die Serienproduktion überführte. Der «Cal Tech» war fast so dick wie ein Wörterbuch und wog mehr als ein Kilo. Er konnte bis zu sechsstellige Zahlen addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren, beherrschte allerdings keine komplexeren Funktionen. Die Zahlen wurden derweil nicht elektronisch angezeigt, sondern auf einem kleinen Streifen Thermopapier ausgedruckt. Als Canon 1971 basierend auf dem «Cal Tech» den ersten Taschenrechner auf den US-Markt brachte, kostete er knapp 400 Dollar. Kurz darauf erschienen dann die ersten Modelle mit LED-Ziffern. In Deutschland kosteten diese rund 2000 DM – so viel wie damals ein Occasionsauto. (dpa)