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30 000 Punkte im Dow Jones bleiben Wunschdenken

Hakan Ersen (reuters)

Skepsis Für Donald Trump ist die Sache klar: Der US-Standardwerteindex Dow Jones wird eher früher als später die Marke von 30 000 Punkten knacken. Laut Experten aber wird sich der ­US-Präsident gedulden müssen – US-Steuerreform hin, weltweiter Aufschwung her. Trump selber reklamiert die Rekordserie der Wall Street für sich. Das liege einzig und allein an seiner «Make America Great Again»-Politik, verkündete er auf Twitter Anfang Jahr, als der Dow Jones erstmals die Marke von 25 000 Punkten knackte. «Der grosse Abbau unnötiger Regulierung geht weiter.»

Die Überschüsse der Unternehmen dürften dank der – auf Pump finanzierten – Steuersenkungen und Deregulierungen in den nächsten Monaten wohl erstmals seit 2010 wieder prozentual zweistellig steigen, sagt Jochen Stanzl von CMC Markets. «Op­ti­misten schätzen das Gewinnwachstum dank der Steuerreform sogar auf über 20 Prozent.» Daraus leite sich für den Dow Jones ein Kurspotenzial bis 29 000 Punkte ab. Zurückhaltend beurteilt Helaba-Ökonom Patrick Franke die konjunkturellen Folgen der US-Steuerreform. «Das Entlastungsvolumen für 2018 liegt am unteren Rand dessen, was wir unterstellt hatten.»

Die zwei Seiten von ­Lohnerhöhungen

Ein zusätzlicher Wachstumsschub kann laut Franke eher vom Ar­beitsmarkt ausgehen, wenn überfällige Lohnsteigerungen kämen, was positiv sei für die Einkommen und den Konsum. Höhere Löhne schmälerten aber gleichzeitig die Gewinne der Unternehmen, sagt Ib Fredslund Madsen von der Jyske Bank. Zudem spricht laut Carsten Mumm von der Privatbank Donner & Reuschel der bereits weit fort­geschrittene Konjunkturzyklus gegen zusätzliche kräftige Kursgewinne der Wall Street.

Gavyn Davies vom Vermögensverwalters Flucrum rät aber zur Gelassenheit. «Die Wachstumssignale werden schwächer, aber keineswegs schwach.» Auch Luca Paolini von Pictet beurteilt die Aussichten für US-Aktien optimistisch: «Solange die Unternehmensgewinne steigen, haben sie noch Luft nach oben.» Paolini sieht als Motor der Entwicklung aber eher die Weltwirtschaft: «Das Wachstum sollte 2018 auf einer breiteren Basis stehen als in den vergangenen Jahren.»

Hakan Ersen (Reuters)

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