20

australische Bürgerrechtler wollte der chinesische Künstler Ai Weiwei porträtieren – gebaut aus Legosteinen. Für das Projekt hatte er letztes Jahr eine Grossbestellung bei Lego aufgegeben.

Drucken
Teilen

australische Bürgerrechtler wollte der chinesische Künstler Ai Weiwei porträtieren – gebaut aus Legosteinen. Für das Projekt hatte er letztes Jahr eine Grossbestellung bei Lego aufgegeben. Das dänische Unternehmen wies die Bestellung mit Hinweis auf den politischen Charakter des Projekts ab – und erntete dafür heftige Kritik. Nun ändert Lego seine Verkaufspolitik: Künftig fragt der Spielwarenhersteller nicht mehr nach dem Zweck einer Grossbestellung. Stattdessen müssen solche Kunden bei einer Ausstellung ihrer Lego-Kreationen deutlich machen, dass das Projekt nicht von Lego unterstützt werde. Die Informationen hatte Lego ursprünglich eingeholt, weil der Zweck von Lego sei, «Kinder zu kreativem Spiel anzuleiten und nicht, um die Interessen einzelner Personen oder Organisationen zu unterstützen». Ai hatte den Engpass inzwischen ohnehin gelöst: Er wurde nach einem Spendenaufruf im Internet mit Legosteinen überschüttet. (afp)

Aktuelle Nachrichten