130

Die Zahl

Drucken
Teilen

Stellen will der Baumaschinenhersteller Ammann Group am Sitz in Langenthal bis Mitte nächsten Jahres streichen. Schuld seien die zu hohen Kosten der Komponentenherstellung. In Langenthal beschäftigt Ammann 420 der weltweit 3700 Angestellten. Hier werden unter anderem Komponenten für Asphalt- und Betonmischanlagen produziert. Weil die Nachfrage aus Europa nach solchen Anlagen seit Jahren sinkt, sind auch die Preise unter Druck. Auf der Kostenseite konnte das Unternehmen nicht genug Gegensteuer geben, zumal sich der Franken zum Euro seit Jahren aufwertet. Über 14 Millionen Franken investierte Ammann in den letzten vier Jahren in Kostensenkungen – ohne Erfolg. Der Grossteil der Produktion wird nun an bestehende Standorte in Europa verlagert, wo die Kosten tiefer sind. Dabei handelt es sich um das deutsche Alfeld und das italienische Bussolengo. Die Gewerkschaft Unia verlangte, keine Angestellten in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. Die Gruppe habe eine besondere Verantwortung für den Werkplatz zu tragen, weil sie sich im Besitz der Familie von Bundesrat Johann Schneider-Ammann befinde. (sda)

Aktuelle Nachrichten