1000 Stellen geschaffen

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Coop-Chef Joos Sutter sagt, dass sowohl neue Mitbewerber als auch der Einkaufstourismus auf die Preise und den Umsatz drücken. (Bild: Georgios Kefalas/KEY)

Coop-Chef Joos Sutter sagt, dass sowohl neue Mitbewerber als auch der Einkaufstourismus auf die Preise und den Umsatz drücken. (Bild: Georgios Kefalas/KEY)

Bilanz Im Geschäftsjahr 2016 hat die Coop-Gruppe 475 Mio. Fr. verdient. Das sind 59 Mio. mehr als im Vorjahr, als indessen eine Rückstellung von 60 Mio. für die Pensionskasse den Gewinn belastete. Der Gesamtumsatz stieg um 5,2% auf 28,3 Mrd. Franken. Damit hat Coop die Migros (27,7 Mrd. Fr.) überholt. Bei Coop entfielen 12,2 Mrd. Fr. (+15,4%) auf Grosshandel und Produktion, während der Detailhandel mit 17,2 Mrd. Fr. (–0,5%) leicht einbüsste. Die Investitionen wurden um 30% auf 1,9 Mrd. Fr. erhöht.

Im Onlinegeschäft setzte Coop 1,4 Mrd. Fr. (+14,6%) um. Hier will der Grossverteiler heuer wiederum kräftig investieren. Zum einen mit dem Handelsplatz Siroop.ch. Zahlen dazu gab es von Joos Sutter jedoch keine. «Siroop ist ein Start-up und somit ein langfristiges Projekt», sagte der Coop-Chef gestern vor den Medien. Für die Onlinekunden sollen bis Ende Jahr über die Hälfte aller Supermärkte mit Pick-up-Abholstellen bestückt werden. Wachsen will Sutter auch in der Gesundheit: Zu den bisher 23 Fitnesscentern sollen 2017 mindestens sechs dazu kommen.»

Mit Fooby hat Coop soeben eine neue Kochplattform lanciert. Darauf gibt es Rezepte, Koch- und Einkaufstips, vor allem online und auch als App. Fooby richtet sich an ein junges, urbanes, kochbegeistertes Publikum, an die «Generation Foodporn». Auch die Migros präsentierte vor wenigen Tagen eine ähnliche Kochplattform namens Migusto.

Ende Jahr beschäftigte die Coop-Gruppe 85000 Personen, gut 5000 mehr als vor Jahresfrist. In der Schweiz zählt Coop 55077 Mitarbeitende, letztes Jahr schuf das Unternehmen rund 1000 neue Stellen. Für 2017 zeigt sich Sutter «vorsichtig positiv»; er rechne mit ähnlichen Zuwachsraten wie 2016. (eme)