Schneesport

Zehn Verhaltensregeln für Schlittler definiert

Den meisten Skifahrern und Snowboardern sind sie ein Begriff: die zehn FIS-Verhaltensregeln. Nun gibt es ab diesem Winter etwas Ähnliches für Schlittler. Denn Schlitteln ist zwar ein beliebter und unkomplizierter Schneesport, aber nicht ungefährlich.

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Schlitteln ist beliebt - aber nicht ungefährlich (Archiv)

Schlitteln ist beliebt - aber nicht ungefährlich (Archiv)

Keystone

Immer wieder kommt es zu Schlittelunfällen. Rund 11'000 Personen verletzen sich im Durchschnitt jedes Jahr, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) am Donnerstag mitteilte.

Obschon die meisten Unfälle relativ glimpflich ausgehen, kommt es gerade bei Erwachsenen immer wieder zu schweren Verletzungen. Auch Todesfälle wurden in den letzten Jahren fast in jedem Winter verzeichnet.

Eine Studie des Spitals Frutigen in Zusammenarbeit mit dem Universitären Notfallzentrum des Berner Inselspitals kam Anfang Jahr zum Schluss, dass etwa fünf Prozent der Wintersportunfälle Schlittelunfälle sind.

Das Verhalten der Schlittler sei mitentscheidend bei der Vermeidung von Unfällen betont die bfu in ihrer Mitteilung. Viel zu häufig gingen Schlittler Risiken ein, die sie nicht bewältigen könnten, sei es aus Übermut oder weil sie Gefahren unterschätzten.

Die Organisationen Swiss Sliding, bfu und Seilbahnen Schweiz haben nach dem Vorbild der FIS-Verhaltensregeln nun auch Regeln fürs Schlitteln definiert.

Diese besagen unter anderem, dass die Schlittler auf andere Rücksicht nehmen müssen, die Geschwindigkeit und Fahrweise dem Können anzupassen haben und nur mit genügend Abstand überholen dürfen.

Die Regeln sind illustriert und werden den Schlittlern in Form von Tafeln am Start der Schlittelwege bekannt gemacht. Manche Bergbahnen verteilen auch entsprechende Flyer.

Die frühen Schneefälle dieses Jahr haben schon viele Schlittelfans ins Freie gelockt. Bereits kam es auch schon zu Unfällen. In Wimmis im Berner Oberland prallte am Mittwoch ein Knabe mit seinem Schlitten in eine Auto und wurde schwer verletzt.