Dietikon
Vor allem der Eistee ist beliebt: Migrolino-Automat wird rege genutzt

Der «Pick-me 24/7»-Laden in der Silbern ermöglicht kontaktloses Einkaufen – Kunden schätzen dies in Coronazeiten besonders. Auch eine andere Automatenfirma sieht in der aktuellen Pandemie eine Chance.

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430 Artikel bietet der Migrolino-Verkaufsautomat in der Dietiker Silbern an.
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Er befindet sich nahe der Tesla-Ladestation.
Der Automat wurden Anfang 2020 aufgestellt. Rechtzeitig, um von der Coronakrise zu profitieren.
Migrolino zieht bisher ein positives Fazit.
Als nächste Neuerung soll der Migrolino-Verkaufsautomat künftig auch Früchte anbieten.
Auch Selecta spürt derzeit einen starken Aufschwung.

430 Artikel bietet der Migrolino-Verkaufsautomat in der Dietiker Silbern an.

Limmattaler Zeitung

Anfangs letztes Jahr hatte Migrolino den vollautomatischen Laden «Pick-me 24/7» lanciert. Dieser bietet der Kundschaft 430 Artikel, die rund um die Uhr gekauft werden können. Der ­aktuell einzige «Pick-me 24/7»-Automat befindet sich im Industriegebiet Silbern in Dietikon, gleich neben der Tesla-Ladestation. «Dieser Standort schien uns hierfür optimal, da viele innovationsgetriebene Leute hierherkommen», erklärt Tobias Jordi, Projektleiter Unternehmensentwicklung der Migrolino AG. Nach einem Jahr zieht er ein positives Fazit: «Es war eine spannende und sehr lehrreiche Zeit. Wir haben den Automaten laufend weiterentwickelt und Optimierungen an der Maschine vorgenommen.»

Die Kundschaft scheint dies zu freuen. Jordi sagt: «Der Automat wird rege genutzt, aufgrund der aktuell verschärften Ladenöffnungszeiten konnten wir unseren Kundenkreis erweitern.» Die Kunden würden besonders schätzen, dass sie die Möglichkeit haben, während Corona ohne physischen Kontakt einzukaufen. Deshalb sei die Lancierung des «Pick-me 24/7»-Automaten genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen. «Er konnte während dem Lockdown sein gesamtes Potenzial entfachen.» Am neuen Automaten von Migrolino haben aber nicht alle Gefallen gefunden. Die Stiftung für Konsumentenschutz äusserte Kritik: «Will man nicht zum gläsernen Konsumenten werden, sollte man auf derartige Angebote verzichten.»

Jordi entgegnet, dass die Kunden mit gängigen Debit- und Kreditkarten bezahlen. «Darüber hinaus müssen sie sich für den Einkauf nicht ­registrieren, auch bei der App nicht.» Bargeld als Zahlungs­option werde man aus sicherheitstechnischen Gründen nicht einführen. Jordi und sein Entwicklungsteam feilen weiterhin am Sortiment. «Wir möchten den Kunden stets die bestmögliche ­Auswahl anbieten. Dabei richten wir uns nach all ihren ­Bedürfnissen.» Bald würden auch Äpfel und andere Früchte hinzukommen, so Jordi. All­tägliche Produkte wie zum ­Beispiel der ­bekannte Migros-Eistee und Sandwiches ­seien schon heute sehr gefragt.

Dieser Standort schien uns hierfür optimal, da viele innovationsgetriebene Leute hierherkommen.

(Quelle: Tobias Jordi, Projektleiter Unternehmensentwicklung der Migrolino AG)

Auch bei Selecta steigen die Verkaufszahlen stark an

Neben Migrolino hat auch Selecta die Erfahrung gemacht, dass das Virus das Kaufverhalten der Menschen stark beeinflusst. Der Verpflegungskonzern ist im Bezirk Dietikon mit rund 25 Automaten vertreten, davon befinden sich neun im Bezirkshauptort. Wie Selecta-Sprecherin Sarina Künzli auf Anfrage mitteilt, habe das Geschäft von der Pandemie profitiert. Unter anderem die aktuellen Laden­öffnungszeiten hätten den ­Selecta-Automaten einen Aufschwung gebracht. «Schweizweit konnten wir einen Verkaufsanstieg von 70 Prozent verzeichnen», so Künzli. Wegen der Maskenpflicht im Öffentlichen Verkehr sei zudem die Schutzmaske eines der meistverkauften Produkte. Die Masken sind auch in sogenannten «Safety Stations» zu kaufen, das sind Selecta-Automaten mit ­Hygieneartikeln. Davon gibt es hierzulande aktuell 21. Im ­Bezirk Dietikon hat es allerdings noch keinen.

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