Ökologie

Stadt Zürich will umweltbewusster einkaufen

In Zukunft sollen Verwaltung und städtische Betriebe noch mehr auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit achten. Der Zürcher Stadtrat hat daher die «Richtlinie Ökologische Anforderungen im Beschaffungsprozess» erlassen.

Drucken
Teilen
Die Verpflegung in Horten soll bis zu 25 Prozent aus Saisonprodukten bestehen (Themenbild).

Die Verpflegung in Horten soll bis zu 25 Prozent aus Saisonprodukten bestehen (Themenbild).

Keystone

Die Stadt gibt jährlich rund 2 Milliarden Franken aus, um Güter und Dienstleistungen zu beschaffen. Dieses Volumen zeigt, dass die Umwelt mit einer ökologisch ausgerichteten Beschaffung massgeblich entlastet werden kann, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte.

Eingekaufte Güter und Dienstleistungen sollen möglichst geringe negative Auswirkungen auf die Umwelt haben und über den ganzen Lebenszyklus hinweg wenig natürliche Ressourcen verbrauchen - ohne das Ziel der Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren.

Bereits heute gibt es in der Verwaltung und in städtischen Betrieben ökologische Vorgaben, beispielsweise einen 90-Prozent-Anteil von Recycling-Papier beim Kopieren, die Verwendung energiesparender Leuchtmittel oder die Verpflegung in Horten, die zu 25 Prozent aus Saisonprodukten bestehen soll.

Mit der neuen Vorschrift, die eine Ergänzung zur «Richtlinie Soziale Nachhaltigkeit» ist, sollen ökologische Anforderungen nicht nur in der Ausschreibung von Aufträgen definiert werden, sondern auch Bestandteil von Verträgen bilden, damit sie durchgesetzt werden können, wie es in der Mitteilung heisst.

Neu können für Güter und Dienstleistungen, die grosse Teile der Verwaltung verwenden, stadtweite Vorgaben und Standards erlassen werden, beispielsweise für Textilien, Reinigungs- oder Lebensmittel.