Gericht

IV-Fälle haben beim Sozialversicherungsgericht stark zugenommen

Beim Zürcher Sozialversicherungsgericht sind 2011 insgesamt 2528 Beschwerden und Klagen eingereicht worden. Das waren 39 oder 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Erledigt wurden 2699 Verfahren, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

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Blick in einen Gerichtssaal (Symbolbild)

Blick in einen Gerichtssaal (Symbolbild)

Keystone

Eine deutliche Abnahme verzeichnete das Sozialversicherungsgericht im Vergleich zum Vorjahr in den Bereichen Arbeitslosenversicherung (-24 Prozent), der beruflichen Vorsorge (- 13 Prozent) sowie der Unfallversicherung (-11 Prozent). Mehr Beschwerden gab es dagegen in Zusammenhang mit der Invalidenversicherung (+10 Prozent) sowie der Krankenversicherung (+11 Prozent).

Der Rückgang bei den Unfallversicherungsfällen sei nicht ohne Weiteres erklärbar, heisst es im Geschäftsbericht. Im Bereich der Invalidenversicherung, die stets auch im Zentrum der politischen Diskussionen um die Sozialwerke stehe, zeige der Trend dagegen seit Jahren klar nach oben.

Während der Anteil neuer IV-Eingänge an den Gesamteingängen 1995 noch 17,4 Prozent betragen hatte, lag der Anteil im vergangenen Jahr bei 54,2 Prozent. Das Sozialversicherungsgericht geht davon aus, dass aufgrund der mit der 6. IV-Revision eingeführten Rentenüberprüfung die Gerichtsprozesse in diesem Bereich weiter zunehmen werden.

Die verbliebenen Pendenzen sanken von 2700 am Ende des Vorjahres um 6,3 Prozent auf 2529 Fälle. Nach dem zwischenzeitlichen Höchststand Ende 2008 mit 3016 Fällen hätten die Pendenzen innerhalb von drei Jahren um insgesamt gut 16 Prozent reduziert werden können, hält das Gericht fest.