Marktgasse
Die UBS will ihre Filiale modernisieren

Langenthal scheint für Banken ein gutes Pflaster zu sein. So lässt sich jedenfalls die rege Umbautätigkeit oder die Eröffnung neuer Filialen interpretieren. Nach anderen Banken in der Stadt hat auch die UBS Umbaupläne für ihre Geschäftsstelle.

Tobias Granwehr
Merken
Drucken
Teilen
Die Langenthaler Filiale der Grossbank soll noch in diesem Jahr einer sanften Renovation unterzogen werden. tg

Die Langenthaler Filiale der Grossbank soll noch in diesem Jahr einer sanften Renovation unterzogen werden. tg

Solothurner Zeitung

Erst vor wenigen Jahren trat die Migros Bank neu in den Markt – mit einer Filiale in der Überbauung Untere Marktgasse. Diesen Frühling eröffnet zudem die Clientis Bernerland Bank – ebenfalls in der Unteren Marktgasse – eine Geschäftsstelle. Doch auch jene Banken, die seit Jahren im Zentrum des Oberaargaus vertreten sind, waren oder werden aktiv.

Vor knapp zwei Jahren renovierte die Valiant Bank ihre Geschäftsstelle in der Marktgasse. Zurzeit wird nur wenige Meter weiter oben ebenfalls fleissig gearbeitet. Noch in diesem Jahr möchte die Credit Suisse ihre renovierte Filiale eröffnen. Zu guter Letzt will auch die UBS ihre Bank in Langenthal auffrischen. Das geht aus einem Baugesuch hervor, das zurzeit auf dem Stadtbauamt aufliegt. Gemäss Baugesuch rechnet die UBS mit Investitionen von etwas mehr als einer Million Franken.

Laut Mediensprecher Andreas Kern gehen die UBS-Verantwortlichen von einer Bauzeit von etwa drei Monaten aus. Klappt alles mit der Bewilligung, möchte die Grossbank bereits im Juni mit den Arbeiten beginnen. Das Vorhaben entspreche einem Konzept der UBS. Dieses sehe den Umbau aller 300 Geschäftsstellen in der Schweiz vor, sagt Kern. Ende 2010 und anfangs 2011 habe die Bank in einer Pilotphase fünf Filialen modernisiert – in Adliswil, Ascona, Emmenbrücke, Kloten und Sion. Dieses Jahr möchte die UBS bei über 100 Geschäftsstellen mit dem Umbau beginnen. «Bis 2013 wollen wir die Modernisierung unserer Geschäftsstellen abschliessen», so Kern.

Neue Art der Kundenbetreuung

Ziel ist es, die Filialen kundenfreundlicher zu gestalten. Die Kundenbedürfnisse seien anders als früher. «Unsere Kunden kommen nicht mehr bloss an den Schalter, um Geldbezüge zu tätigen. Der Empfang, die Betreuung und die Beratung der Kunden nehmen an Bedeutung zu», sagt der Mediensprecher. Geplant ist deshalb laut Kern auch eine neue Art der Kundenbetreuung mit einem so genannten Kundenmanager. Dieser geht aktiv auf die Kunden zu und klärt deren Bedürfnisse ab. Die Kundschaft kann dann an die entsprechenden Berater verwiesen werden.

«Wir wollen künftig alle Kunden persönlich begrüssen – auch diejenigen, die nur Geld am Bancomaten beziehen», ergänzt Roger Hochuli. Er ist Leiter der UBS-Geschäftsstelle Langenthal und Leiter Rayon Oberaargau-Emmental. Heute betrage der Selbstbedienungsgrad ihrer Kundschaft gegen 95 Prozent, sagt er. Dieser Veränderung müsse die Bank Rechnung tragen. Der Umbau betrifft hauptsächlich die Kundenhalle der Langenthaler Filiale. Kleinere Anpassungen gibt es laut Hochuli jedoch auch in den Besprechungszimmern in den oberen Geschossen der Bank. Die Filiale bleibt während des Umbaus immer offen. «Wir setzen alles daran, die Einschränkungen für die Kunden so gering wie möglich zu halten», so Hochuli.

Wichtig ist der UBS ein einheitliches Design in allen Geschäftsstellen. «Das schafft bei den Kunden einen besseren Wiedererkennungseffekt», sagt Mediensprecher Kern. Dass die UBS ihre Umbaupläne in Langenthal nur kurze Zeit nach der Konkurrentin CS bekannt gibt, ist laut der Medienstelle reiner Zufall. Die UBS arbeite seit Längerem an diesem nationalen Modernisierungsprojekt, so Kern.