AutoExpo

Die AutoExpo startet mit einem neuen Organisationskomitee

Heute startet die grosse Oberaargauer Autoshow beim Parkhotel. Die wichtigste Oberaargauer Automesse wird auch dieses Jahr wieder einen hohen Andrang von vielen Besucherinnen und Besuchern bewirken.

Urs Byland
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Das OK

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Kaum hat der erste Frühlingsregen die Strassen vom Winterdreck befreit, künden vielerorts Ballone von Verkaufsaktionen der Garagisten. In Langenthal konzentriert sich das Autogewerbe heute Freitag bis Sonntag beim Parkhotel. Die AutoExpo steht auf dem Programm.

Die wichtigste Oberaargauer Automesse wird auch dieses Jahr wieder Zuspruch von vielen Besucherinnen und Besuchern erhalten. «Wenn es regnet, kommen die Leute, um in den Hallen im Trockenen zu sein, und wenn die Sonne scheint, spazieren die Leute zu uns», sagt Jürg Hasler zuversichtlich. Der Garagist aus Herzogenbuchsee ist Mitglied des Organisationskomitees, das in diesem Jahr erstmals unter dem Präsidium von Reto Studer arbeitete.

Die AutoExpo wird im gleichen Rahmen wie im vergangenen Jahr stattfinden. Wieder sind 19 Aussteller präsent, die insgesamt 28 Automarken vertreten. «Mehr könnten gar nicht mitmachen», sagt Hasler. Es sei in der Halle und dem Zeltanbau kein Platz mehr für zusätzliche Autoverkäufer vorhanden.

Umfeld präsentiert sich weiblicher

Auch wenn am Anlass selber wenig verändert wurde, das Umfeld präsentiert sich weiblicher. Dies sei Victoria Bringolf zu verdanken. Die Mitarbeiterin der Garage Oetterli komplettiert das Organisationskomitee (OK) nach dem Abgang des langjährigen Präsidenten Guido Maier, der eine grosse Lücke hinterlasse, so Bringolf.

«Sie hat etwas andere Ansichten ins Männergremium gebracht, das tut gut», sagt Häusler. OK-Mitglied Rolf Dünki spricht vom frischen Wind, meint aber explizit nicht den Anlass, sondern die Sitzungen. «Den Anlass kann man nicht gross verändern. Der Rahmen bleibt gleich. Die Hauptrolle spielen wie immer die neuen Fahrzeuge.»
Die eigentliche Arbeit, das Verkaufen von Fahrzeugen, habe sich im letzten Jahr gelohnt. «Wir rechnen damit, dass wir im laufenden Jahr etwas besser abschneiden werden», erklärt Hasler. Gründe für diese Erwartung nennt Hasler mehrere: «Die Preise sind sehr attraktiv, viele Marken haben neue Modelle und diese sind immer wirtschaftlicher.» Am Ende habe aber der Garagist trotzdem weniger Geld im Portemonnaie. «Die Prämien zahlen nicht nur die Importeure. Sie wirken sich auch zulasten des Garagisten aus. Auch die Garantien laufen immer länger.» Die Fahrzeuge seien noch nie so günstig wie jetzt gehandelt worden.
Ein Teufelskreis

Victoria Bringolf spricht deshalb von einer schwierigen Situation. «Der Direktimport hat die Situation verschärft. Dazu kommt die zunehmende Prämieneurobonus-Sache, die viel Unruhe in den Markt brachte.» Am Ende habe der Garagist kaum mehr einen Gewinn mit der Marge. Sie vergleicht die Situation mit einem Teufelskreis: «Jemand beginnt mit tieferen Preisen und der Autokäufer erwartet dann, dass auch sein Garagist mitzieht, sonst wechselt er.» Auf die Autoverkäufe sind die Garagisten aber angewiesen. Nur so kommen sie zu neuen Kunden und zu Aufträgen für Unterhalt und Reparaturen. «Das ist ein Kreislauf. Der Neukunde kauft ein Fahrzeug. Ist er zufrieden mit dem Service, kommt er wieder.»
Dünki von der Revi-Leasing & Finanz AG beziffert die generelle Senkung des Preisniveaus auf 10 bis 15 Prozent. Gegen Ende letzten Jahres habe sich ein kleiner Boom entwickelt. «Da hat sich manch einer gedacht, die Autos seien nur noch bis Ende Jahr günstiger. Da hat noch niemand mit einer breiten Preissenkung gerechnet, wie sie nun eingetroffen ist.» Dies betreffe auch die Occasionen. «Zum Nachteil der Garagisten», so Dünki, was Fritz Ingold, der das Organisationskomitee vervollständigt, bestätigt. «Der Kunde will eine möglichst hohe Prämie beim Autokauf, ist sich aber weniger bewusst, dass er später beim Eintausch auch weniger erhält.»
Nächstes Jahr wird jubiliert
Blickt man zurück, so stellt man fest, dass die AutoExpo eine alte Dame ist. Nicht ganz einig ist man sich im Organisationskomitee, die wievielte in diesem Jahr stattfindet. Grübelt man im Archiv, dann würde man in diesem Jahr auf die 30. Ausgabe tippen. Widerlegen wollte dies im OK niemand. Und der neue Präsident Reto Studer konnte nichts dazu sagen, weil er unerreichbar im Ausland unterwegs war. Offiziell gefeiert wird das Jubiläum im nächsten Jahr. Dann werde laut OK die AutoExpo etwas spezieller ausfallen. Ob sie die 30. oder bereits die 31. sein wird, davon darf man sich überraschen lassen.