Finanzen

Den Zürcher Gemeinden gehts gut: Pro-Kopf-Schulden 1600 Franken

Trotz Finanzkrise ist die finanzielle Lage der Zürcher Gemeinden stabil. Die Schulden hätten in den letzten vier Jahren zwar zugenommen, sie seien aber immer noch deutlich unter dem Durchschnitt der letzten 25 Jahre, teilt das Statistische Amt mit.

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Im Durchschnitt betrugen die Nettoschulden 2011 aller Gemeinden im Kanton Zürich 1600 Franken pro Kopf. (Symbolbild)

Im Durchschnitt betrugen die Nettoschulden 2011 aller Gemeinden im Kanton Zürich 1600 Franken pro Kopf. (Symbolbild)

Keystone

Ende 2011 betrugen die Nettoschulden aller Gemeinden im Kanton Zürich im Durchschnitt 1600 Franken pro Kopf, 200 Franken mehr als ein Jahr zuvor. Im langjährigen Vergleich ist dies wenig, Mitte der 1990er Jahre waren es über 4000 Franken.

Die Erhöhung der Schuldenlast mit einem gleichzeitigen Anstieg der Zinssätze könnte aber in Zukunft die finanzielle Stabilität der Gemeinden beeinträchtigen, warnt das Statistische Amt.
2011 mehrheitlich positive Abschlüsse

Die Gemeinden erzielten 2011 mehrheitlich positive Rechnungsabschlüsse und ihr Eigenkapital erhöhte sich leicht. Es wurde aber auch überdurchschnittlich viel investiert. Den Gemeinden flossen 2011 trotz Steuersenkungen mehr finanzielle Mittel zu als im Vorjahr.

Die Einnahmen hätten aber nicht genügt, um neben dem Verwaltungsaufwand die Investitionen vollständig zu finanzieren, heisst es in der Mitteilung. Die Gemeinden mussten sich weiter verschulden. Vor dem Hintergrund der sich abkühlenden Konjunktur muss gemäss Statistischem Amt mit einer weiteren Zunahme der Verschuldung gerechnet werden.

Pro-Kopf-Überschuss 57 Franken

Das Gesamtergebnis der Laufenden Rechnungen aller Gemeinden war seit der Finanzkrise 2007 immer positiv, obwohl in den letzten Jahren zahlreiche Gemeinden die Steuern senkten. 2011 lag der Pro-Kopf-Wert bei 57 Franken. Dies sind 14 Franken mehr als ein Jahr zuvor.

Die am schlechtesten positionierten Gemeinden seien 2011 weniger gut dagestanden als im Vorjahr. Ihr kumuliertes Defizit nahm seit 2008 zu und liegt im Bereich des langjährigen Durchschnitts.

Das gesamte Eigenkapital aller Gemeinde ist gemäss Mitteilung auf dem vor der Finanzkrise erreichten Niveau gehalten worden. Im 2011, einem für die öffentlichen Finanzen in vielen Industrieländern schwierigen Jahr, nahm es sogar leicht zu.