Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Auch Camilla will ein Engel sein

Mein Bild
Susanne Holz
Wir sind alle Engel. Zumindest vor dieser Wand in Liverpool sind alle gleich. (Bild: Peter Byrne/Keystone (Liverpool, 12. Februar 2019))

Wir sind alle Engel. Zumindest vor dieser Wand in Liverpool sind alle gleich. (Bild: Peter Byrne/Keystone (Liverpool, 12. Februar 2019))

Man kann es ihr nicht verdenken: Bei ihrem Besuch in Liverpool diesen Dienstag nutzt auch die 71-jährige Camilla, Duchess of Cornwall und zweite Ehefrau des britischen Kronprinzen Charles, wie so viele andere vor ihr die gute Gelegenheit, sich mit Engelsflügeln ablichten zu lassen.

Immerhin titelte 2005, im Vorfeld der Hochzeit mit Prinz Charles in jenem April, sogar die seriöse FAZ über die geschiedene Camilla Parker Bowles: «Der Rottweiler wird gesellschaftsfähig». Was wurde die langjährige Geliebte und spätere Frau des britischen Thronfolgers nicht schon beschimpft – die Herzen der Briten gehörten stets Lady Di.

Selbst dieser Tage noch muss sie die Böse sein: Aktuell, so der Boulevard, mache sie Herzogin Meghan, Ehefrau von Prinz Harry und Schwiegertochter von Charles, das Leben schwer. Kein Wunder, möchte sich Camilla da endlich mal ins rechte Licht rücken. Und sie stehen ihr gut, diese Engelsflügel, die sich im hoffnungsvollen Grün vom kräftigen Blau ihres Mantels abheben: Camilla ist ein bescheidener Engel mit einem schüchternen Lächeln.

Richtiggehend brav steht sie da – im Gegensatz zu einigen leichtbekleideten Damen vor ihr, die sich in sexy Pose warfen, um mit der Kunst zu flirten. Das Street-Art-Bild stammt vom Liverpooler Künstler Paul Curtis. Es trägt den Titel «For All Liverpool’s Liver Birds».

Curtis malte im August 2017 die grossen grünen Flügel, die an die Liver Birds angelehnt sind – einem Wahrzeichen Liverpools. Die berühmten Liver Birds zieren schon viele Jahre die Kuppeln des Royal Liver Buildings im Hafengebiet Pier Head am River Mersey: als imposante Vögel aus Kupfer.

Die Wandmalerei von Paul Curtis wiederum ist in Liverpools früherem Industriegebiet Baltic Triangle zu finden, wo sich in alten Lagerhäusern ein Start-up ans andere reiht. Und Curtis hatte kaum sein Werk vollendet, als sich der erste Fan einfand, um ein Selfie von sich und den «wings» zu machen. Unverkennbar die Liver Birds, unverkennbar die «wings» von Curtis und unverkennbar auch Camilla. Das muss man ihr schon lassen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.