Hauseigentümerverband Dietikon-Urdorf
Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung

Hans Schenk
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Der Hauseigentümerverband Dietikon-Urdorf lud ein zu einem öffentlichen Informationsabend zu Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung, die seit dem 1.1.2013 gesetzlich geregelt sind. Dass diese Themen aktuell sind, zeigte sich, als die Interessierten in den Gemeinderatssaal des Stadthauses Dietikon strömten. Über 160 Personen (vorwiegend ältere )nahmen teil. Durch Unfall, Krankheit, Altersschwäche usw. kann die Urteilsfähigkeit einer Person plötzlich wegfallen. Dass Jeder, so lange er urteilsfähig ist, selber bestimmen kann, wie es dann weiter geht soll, zeigte zu Beginn Notar Peter Voser, Schlieren, auf. Er wies darauf hin, dass mit einem Vorsorgeauftrag und mit der Patientenverfügung die Angehörigen entlastet werden können. Es kann vorbestimmt werden, wer bei einer Urteilsunfähigkeit bestimmen soll und welche Wünsche man selber bei schwerer Krankheit hat. So etwa, ob in jedem Fall sämtliche lebenserhaltenden Massnahmen eingesetzt werden sollen oder nicht. Es kann vermieden werden, dass anstelle von Vertrauenspersonen die KESB, die in letzter Zeit immer wieder in der Kritik stand, einschreitet und über den Patienten und seine Zukunft entscheidet. Frau Dr. med. Eva Voser zeigte auf, dass das revidierte Kinder- und Erwachsenenschutzrecht die Rechte der Patienten stärkt. Das Pflegepersonal muss sich nach der Patientenverfügung richten. Vorlagen sind im Internet abrufbar, so bei FMH, Rotes Kreuz, Caritas usw. Was für viele nicht einfach ist, man muss sich mit dem eigenen Tod beschäftigen, was ist wenn ... Ein Gespräch mit dem Hausarzt ist sinnvoll. Notar Peter Voser ist danach detaillierter auf die Vorsorgeverfügung eingetreten, auf Fragen der Personensorge, der Vermögenssorge bzw. der Vertretung im Rechtsverkehr. Wer übernimmt die Zahlungen der Rechnungen, wenn ich nicht mehr urteilsfähig bin, wer die alltäglichen Entscheidungen. Ganz klar ist, eine Vorsorgeverfügung tritt erst in Kraft, wenn die Urteilsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Bis zu diesem Zeitpunkt kann jeder mit einer Vorsorgeverfügung eine Vertrauensperson (oder mehrere) mit der Aufgabe betrauen, seine Vertretung zu übernehmen. Sie kann aus der eigenen Familie oder der Verwandtschaft sein. Auch ein Aussenstehender kann die Aufgabe übernehmen. Die Verfügung ist handschriftlich wie ein Testament zu verfassen oder, einfacher, mit dem Notar zu besprechen, der das Dokument verfasst und beglaubigt. Wo es aufbewahrt wird, kann der KESB oder dem Zivilstandsamt gemeldet werden. Informationen zur Vorsorgeverfügung sind auf verschiedenen Homepages, so bei den Notariaten Zürich, bei Caritas usw. zu finden. Die Präsentation der beiden Referenten ist auf www.hev-dietikon-urdorf.ch einsehbar, wo auch Internet-Adressen zu den Formularen zu finden sind.

Hans Schenk, HEV Dietikon-Urdorf

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