Pro Senectute

Vom Erlenbacher ins Küsnachter Tobel

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Trotz der vorausgesagten heissen Temperaturen versammelte sich eine, allerdings etwas kleinere, Gruppe der Pro Senectute Olten zu ihrer Wanderung durch zwei Tobels an der Zürcher Goldküste. Der Ausgangspunkt Erlenbach am Zürichsee war nach ca. einer Stunde Zugfahrt erreicht. Nach der Begrüssung durch die Wanderleiterin Annekäthi Hänsli wartete dann erst mal der Startkaffee auf uns. Dann aber gings los und nach wenigen Schritten durchs Dorf trafen wir schon bald auf den Weg, welcher stetig aufwärts dem idyllischen Dorfbach entlang führte. Schöne Plätze zum Spielen im Bach wechselten ab mit kleinen Brücken, Wasserfällen, Treppen und Stegen. Einer der höchsten Wasserfälle wird mit Treppen überwunden. Und was wir vor allem schätzten: es war so angenehm kühl hier im Wald. Der Weg führte weiter durchs romantische Tobel, querte weiter oben die Fahrstrasse und nach einem kurzen Stück an der Sonne gings wieder hinein in den Wald bis zum Forsthaus Erlenbach, unserem Picknickplatz. Über den Höhenzug bei der Ruchweid waren wir dann voll der Sonne ausgesetzt, aber es wehte eine leichte Brise. Dafür wurden wir mit einer grandiosen Aussicht auf die Rigi, den Pilatus und dahinter die Schneeberge belohnt. Oberhalb von Hohrüti folgten wir nun bachabwärts dem lauschigen Rüsselbachtobel, links und rechts umgeben von Katzenschwänzen, Farnen und mit Moos bedeckten Steinblöcken. Auch ein Graureiher begleitete uns. Vorbei an der Tobelmüli gelangte man nach kurzer Zeit zu einem Rastplatz mit einem speziellen Trinkwasserbrunnen. Der Brunnen besitzt zwei Wasserspeier, einer wird von Seewasser, einer von Quellwasser gespiesen. Die Gruppe befand sich jetzt im Küsnachter Tobel, welches in seiner heutigen Form erst am Ende der letzten Eiszeit, als sich der Linth-Gletscher aus dem Raum Zürich zurückzog, entstand. Auf einem angenehmen Weg, mal links und mal rechts und immer begleitet vom Plätschern des Baches, kamen wir an den „Drachen- oder Fledermaushöhlen“ vorbei. Kurz vor dem Tobelende lag vor uns ein riesiger erratischer Felsblock, der Alexanderstein, ein Sandstein-Findling aus den Glarner Alpen. Langsam weitete sich das Tobel, Küsnacht kam näher und somit auch unser Restaurant für den Schlusstrunk. Diesen sehnten auch alle herbei, denn die letzten Meter spürten wir, wie heiss es ohne den kühlen Wald wirklich war. Frisch gestärkt und voller neuer Eindrücke nach dieser fantastischen Wanderung gings dann auf gleichem Weg wieder zurück nach Olten. (mva)