Turnverein Dulliken

Turnshow Dulliken, Ausverkauf mit turnerischen Spitzenprodukten

Yves Aeschbacher
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SALE – unter diesem Motto herrschte an der Turnshow der Turnvereine Dulliken vom 24./25. November Ausverkaufsstimmung von A bis Z. So waren die beiden Abende, passend zum Thema, schon zehn Tage vor der Aufführung ausverkauft. Und bevor es jeweils losging, erweckte bereits die Ausstattung der Mehrzweckhalle Warenhausstimmung − mit Warengestellen und herumstehenden Einkaufswägelis entlang der Seitenwände, Werbesäcklis auf den Tischen und einer Kleider-Wühlbox auf der Vorbühne. Darauf eingestellt waren auch die beiden kauffreudigen Damen Alexandra und Bianca, die im Gespräch miteinander sowie mit dem kurrligen Hauswart durchs Thema führten und den turnerischen Darbietungen das Motiv lieferten. Mit billigem Ramsch hatten diese Aktionen allerdings nichts tun. Angefangen mit den Jüngsten der Muki-Turngruppe bis zu den Senioren der Männerriege wussten alle Beteiligten mit turnerischem Können sowie fulminant vorgetragenen Tänzen und Reigen zu überzeugen: prickelnde Übungen an Reck und Barren, Sprünge mit Saltos und Überschlägen vom Sprungbrett aus, rassig gestaltete Tänze mit Hip Hop und Aerobic, Reigen mit Stromleitungen und Putzlappen als «Arbeitsutensilien». Das Publikum klatschte schon zur Musik verschiedener Darbietungen mit und bedankte die insgesamt zwölf auftretenden Gruppen mit warmem Applaus.

Buchstäblicher Höhepunkt in den Höhen der Mehrzweckhalle war die Gastvorstellung von Andrea Häberle aus der Luftakrobatik-Gruppe ars volandi. «Müheloses Schweben in der Luft, sich fallen lassen, um sich kurz vor dem Boden wieder aufzufangen und erneut kraftvoll in die Höhe zu schwingen. Das ist die Kunst des Fliegens und die Welt der Luftakrobatinnen von ars volandi», so stellt sich die Gruppe auf ihrer Homepage selber vor. Wie sich die Artistin an den zwei von der Decke hängenden Tüchern hinauf und hinunter ein- und auswickelte und dazwischen akrobatische Positionen darstellte, erzeugte bei den Zuschauenden Staunen und Höchstspannung. Jedenfalls atmeten alle auf, als die Artistin am Schluss wieder heil auf dem Boden stand. Zur entspannten Stimmung trug natürlich auch das gute Essen bei, das im «Rahmenprogramm» der Darbietungen serviert wurde. Jedenfalls lohnt es sich, das letzte Novemberwochenende 2019 schon mal frei zu halten.

Viktor Dormann