Help-Point Sumy

Startbereit für 11. humanitären Konvoi Wohlen – Ukraine

Gemeinnütziger Verein Help-Point Sumy

Marcel Siegrist
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Der am 20. September 2005 gegründete Verein Help-Point Sumy ist kurz vor Ostern wieder bereit für den nächsten Konvoi in die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine, ca. 400 km von der Hauptstadt Kiew entfernt. Dieses Gebiet gilt als „Armenhaus" des osteuropäischen Landes und ist deshalb auf Unterstützung aus der Schweiz ange-wiesen. Es ist bereits der 11. humanitäre Konvoi mit dringend benötigtem vorwie-gend Sanitäts- und Feuerwehrmaterial von über 120 Tonnen in die Ukraine.

Start am Samstagmorgen nach Ostern
Am Samstag, 30. April verlassen 11 Lastwagen mit 11 Grosscontainern sowie 2 Poli-zeiwagen mit insgesamt 27 Chauffeuren die Schweiz. Ziel ist erneut die ca. 2700 km entfernte Stadt Sumy, die mit ihren 300'000 Einwohnern diesen humanitären Transport schon sehnlichst erwartet. Möglich ist diese nachhaltige Hilfe für die Spitäler und die Feuerwehr der Stadt und der Region Sumy nur dank dem enormen persönlichen Engagement der Vereinspräsidentin Marianne Piffaretti und ihren zahlreichen uneigennützigen und einsatzwilligen Helferinnen und Helfern sowie vieler grosser und kleiner Sponsoren.

Material geht direkt an Hilfsbedürftige
Der Verein schickt kein Geld in die Ukraine, sondern sammelt in der Schweiz nicht mehr benötigte, aber noch funktionstüchtige Hilfsgüter (für die Spitäler: Ambulanz-fahrzeuge, Spitalbetten, Diagnose- und Reanimationsgeräte, Verbandmaterial; für die Feuerwehr: Feuerwehrfahrzeuge, Atemschutzgeräte, feuerfeste Bekleidung, Stiefel, Helme; für Schulen/Kindergärten: Schulmobiliar, Turngeräte). Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und finanziert seine humanitären Aktivitäten ausschliesslich durch Mitgliederbeiträge und Spenden. Jeder gespendete Franken kommt direkt den bedürftigen Menschen zugute (wird vor Ort kontrolliert). Verwaltungskosten werden keine verursacht, denn auch die Fahrer bezahlen ihre Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung und Spesen selber. Trotzdem sind für den bevorstehenden Konvoi wiederum beträchtliche finanzielle Mittel nötig, wobei der grösste Posten der Treibstoff ist. Dazu kommen Kosten für Fahrzeugunterhalt, Gebühren für diverse Bewilligungen sowie Ausgaben für Übersetzungen. Das alles kann nur dank vielen Spenden bezahlt werden, unter anderem einer besonders grosszügigen von 30'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds, in verdankenswerter Weise gesprochen vom Aargauer Regierungsrat.

Minutiöse Planung - freiwillige Rückreise per Velo
Jedem Konvoi geht eine fast generalstabsmässige Vorbereitung voraus, jedes Detail wird minutiös geplant, damit letztlich auch alles klappt und keine Unfälle passieren. Dennoch hat jeder einzelne Hilfskonvoi seine Besonderheiten und ist ein kleines Abenteuer mit manch unvorhersehbaren Überraschungen. Diesmal will zum Beispiel ein älterer, besonders sportlicher Fahrer die Rückreise von Sumy in die Schweiz auf seinem persönlichen Fahrrad zurücklegen - hoffentlich bei gutem Wetter und unfallfrei.