Handballverein Olten

Sicher geglaubten Sieg fast noch aus den Händen gegeben

Jana Wyss
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Einfache, deutliche Siege kommen für den HV Olten nicht in Frage. Nein, erduldet, erkämpft und das Glück herausgefordert müssen sie sein. Wenn es letztlich aufgeht, kann man damit leben, nervenschonend ist es mit Bestimmtheit nicht.
Handball Wohlen kam in die Stadthalle, um mit dringend benötigten Punkten im Gepäck diese zu verlassen. Gereicht hat es nicht, gefehlt hat wenig. Mit dem sechsten Heimerfolg und 18 eroberten Punkten grüssen die Oltnerinnen nun von einem Platz in der vorderen Tabellenhälfte. Chapeau!

Die Startminuten wurden ganz klar von den Abwehrreihen geprägt, Tore waren Mangelware und nach 15 Spielminuten führten die Gastgeberinnen lediglich 4:3. Dann allerdings ging ein Ruck durch das Team, in der Defensive wurde erfolgreich gearbeitet und dahinter stand mit Sabine Romeo ein sicherer Wert. Diese Leistungssteigerung wirkte sich schnell auch im Angriff aus. Olten zeigte einige schön herauskombinierte Tore und erhöhte das Skore auf 11:5. Neunzig Sekunden vor dem Seitenwechsel wollte der HVO eine Vorentscheidung herbeiführen und brachte die siebte Feldspielerin. Für einmal lohnte sich das Risiko nicht, Wohlen verkürzte mit einem Ball ins leere Tor auf 11:7.

In der zweiten Hälfte kam Handball Wohlen immer besser ins Spiel. Dagegen bekundeten die Gastgeberinnen in der Defensive zusehends Probleme. So kam Wohlen insbesondere über die Flügelpositionen zu einfachen Toren. Zwar konnte der Vorsprung von drei bis vier Toren bis zur 50. Spielminute gehalten werden, zu einem sicheren Polster reichte es allerdings nicht. Als Wohlen der Anschlusstreffer zum 19:18 gelang, stand die Partie auf des Messers Schneide. Olten legte vor, Wohlen zog nach. Eine spannende Schlussphase mit dem besseren Ende für den HVO entschädigte die treuen Fans auf der Tribüne für eine durchzogene zweite Hälfte.

Dass den Zuschauern auch Unterhaltung geboten wurde, zeigte die Zweiminutenstrafe gegen Sabine Romeo. Olten war ohne zweite Torfrau angetreten, so dass Merita Shabanaj ihre Aufgabe zwischen den Pfosten übernahm und mit zwei tollen Paraden für Heiterkeit auf den Rängen sorgte.

Peter Bäni