Männerturnverein
"pure Freude auf 1500 Metern" - Bosmeler Männerturner auf Reise

Richard Gähwiler
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10 Bilder
Pause auf deer Franzen Alp (1454müM)
... endlich Mittags-Rast
Beladen mit Mensch und Material
... ob sie wohl heil ankommen?
Warten auf die Überfahrt
Uphill Richtung Oberaxen
Morgens in der Früh
Reiseleiter Andi zeigt wo's lang geht
Start zur zweiten Etappe

Das Versprechen der Einladung zum Ausflug des MTV-Boswil traf zu. Aber erst nachdem man mit viel Mühen und noch mehr Schweiss die Klippen und Täler auf und über die Eggberge geschafft hatte. Aber beginnen wir von vorne: Start der zehn Männerturner am Samstagmorgen früh mit komfortablen Platzverhältnissen im neuen «Meier-Bus». Andi Keusch, Chauffeur und Reisleiter zugleich, pilotierte uns sicher zum Frühstückshalt nach Oberarth. Auf den verschiedenen, reichhaltigen Fleisch- und Käseplättchen fand jeder sein Häppchen und frischer Kaffee wurde regelmässig nachgereicht. So war man echt froh, nochmals sitzenderweise weiterzureisen. Nächster Halt dann in Brunnen. Parking für den Bus und Weiterreise mit dem MS-Schwyz, einem Kursschiff, nach Flüelen.

Jetzt eine erste kurze Wanderung zur Talstation der Seilbahn nach Oberaxen. Auf Grund der Kabinengrösse brauchte es für unsere Gruppe drei Fahrten, die jede rund 7 Minuten dauerte. Die ersten hatten somit ausreichend Zeit, im Bergrestaurant den Apéro zu bestellen. Aber dann gings los, gleich heftig bergauf. Trotz Stöcken zum Marschieren wurden «Pumpe und Kreislauf» aufs Äusserste gefordert. Die Mittagsrast war dann stark hanglastig aber man wollte und musste eine grössere Pause einlegen um durchzuatmen und den Puls wieder im grünen Bereich zu stabilisieren. Nächstes Etappenziel die Franzen Alp auf 1454müM. Der bärtige Wildheuer nahm sich Zeit und diskutierte mit uns über die allgemeine Wirtschaftslage, das Mähen mit Maschine im Steilhang, die Schwingfeste im allgemeinen und das «Eidgenoss-Treffen» im speziellen sowie über die Heu-Transporte mit dem Heli währenddem uns seine Frau mit «Eichhof» und Kaffi-Träsch versorgte – erste Lektion zur Entschleunigung. Physisch und psychisch gestärkt dann der letzte Teil des ersten Tages nach Eggberge. Trotz unseres kleinen Trupps mussten wir uns für das Nachtlager aufteilen: für sechs hatte man drei 2-er Zimmer reserviert, die restlichen vier Männerturner schnarchten gemeinsam in einem Massenlager, das allerdings nur sie allein belegten. Eine Dusche aber hatten sie alle, um sich für das gemeinsame Nachtessen im «Seeblick» frisch zu machen. Mit gediegenem Gedeck genoss man das Kulinarische wie auch die Noten der entsprechenden Weine. Nachdem dann die meisten regionalen und internationalen Probleme ausdiskutiert waren, löste sich die Gruppe Mann für Mann zu später Stunde auf.

Mehr oder weniger ausgeschlafen traf man sich anderntags um 9 Uhr zum Abmarsch. Ein Morgen wie man ihn kaum schöner vorstellen konnte: über der Nebeldecke im Tal strahlender Sonnenschein der die gegenüberliegenden Bergspitzen von Gitschen und Uri-Rotstock golden beleuchtete. Motivation zu einem neuen Wandertag. Diese reichte bis zum «Fleschseeli» auf 1812müM. wo man Mittagsrast hielt und Reiseleiter Andi sogar einen Schwumm wagte, geschätzte Temperatur 15°C. Doch bald war wieder Aufbruch, denn vor uns lag noch eine beachtliche Strecke, wie sich später herausstellte. Kein Halt daher beim «Eidgenoss-Treffen», der Zusammenkunft ehemaliger erfolgreicher Schwinger. Unter den urchigen Mannen, die bei lüpfiger Ländler Musik ihr Wiedersehen feierten, hätten wir ohnehin eine schlechte Figur abgegeben.

«Von nun an geht’s bergab», versprach Reiseleiter Andi. Zum Teil wenigstens, denn nach der nächsten Biegung war bereits ein nächster Anstieg ersichtlich. Dieses ungewisse Auf und Ab zehrte an den Kräften zumal die Marschzeit zum Ziel ebenso ungewiss war. Eine letzte Stärkung dann im «Edelweiss», in Biel am Kinzigpass, und dann weiter bis Tristel. Die dazwischen liegenden Bergstationen zweier Seilbahnen mussten wir links liegen lassen. Denn wir hatten Jeton für die hinterste, automatisch betriebene Seilbahn nach Chipfen-Spiringen. Mit Maximallast 3 Personen gings dann talwärts, erschöpft und zugleich erleichtert. Mit Postauto nach Flüelen, Zug nach Brunnen und mit dem «Meier-Bus» wieder ins Freiamt.

Einmal mehr hatte Reiseleiter Andi Keusch einen unvergesslichen Ausflug für die Bosmeler Männerturner organisiert - vielen Dank für das Engagement. Man freut sich bereits auf die Reise 2019 – mit dem Wunsche, diese bezüglich Marschzeit und/oder Schwierigkeitsgrad um ein paar Einheiten zu reduzieren.

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