Monatswanderung der Männerriege Villigen

Finsterwald Urs
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Wandergruppe Villigen

Wanderung vom 31. März 2016

Variante des Villiger Freizeitweges

Wanderleiter Ernst Walz konnte die stattliche Anzahl von 39 Wandersleuten begrüssen. Die abgekürzte Variante führte die Wanderer durch die Villiger Rebberge. Die Gruppe marschierte auf dem Radweg durchs Dorf bis zum Schützenhaus. Nach einer Steigung erreichte die Gruppe die obere Lage des Rebberges „Steinbruch“. Auf Anregung des Wanderleiters erklärte Ruedi Schödler, dessen Tochter das Weingut Schödler führt, interessantes über den Villiger Rebbau. Schon zu früheren Zeiten wurden Reben angepflanzt, so war im 18. Jahrhundert ein Fläche von über 40 ha bebaut. Sämtliche Hänge waren mit Reben bepflanzt. Wein war damals ein Volksgetränk, vermutlich in verschiedenen Variationen. So musste auch der Zehnten an die Obrigkeit abgeliefert werden. Zuletzt gingen zwei Drittel an den Staat Bern und ein Drittel an die Stadt Brugg. Um diese Mengen Wein herzustellen wurden drei Trotten betrieben. Die mittlere Trotte ist heute im Besitz der Ortsbürger und wurde zu einem Festsaal umgebaut.

Der Steinbruch ist der jüngste Rebberg, er entstand durch Rodung und steht auf Ortsbürgerland. Der Name Steinbruch stammt vom ehemaligen Abbau von Kalksteinen im unteren Teil.

Erwähnt werden darf die Fernsicht, die man von hier geniesst. Bei Föhn sind die Innerschweizer Berge zum Greifen nah. Ganz in der Nähe ist eine öffentliche Feuerstelle.

Weiter marschierten die Wanderer um die Gugele, ein runder Hügel auf dessen Sonnenseite Reben gepflegt werden. Diese Rebberge waren immer in Privatbesitz. Hier sind auch Kleinstparzellen vorhanden, die zum Teil durch Erbteilung entstanden sind. Die Weine wurden „Berg“ genannt, die Rebsorten konnten hier frei gewählt werden.

Beim „Rebhüsli“ wurde die Wandergesellschaft mit einem vom Weingut Schödler gespendeten Apéro überrascht. Ein Allegro, der von einer sog. PIWI Rebsorte stammt, die für unsere Gegend besser verträglich sein soll.

Der Rundgang führte die Villiger weiter durchs Obchilen, vorbei an der mittleren Trotte, dem ehemaligen Schulareal Winkel und der Kirche. So erreichte die Gruppe den Schlossberg. Auch dieser Rebberg steht auf Ortsbürgerland. Hier wurden die ersten Terrassen Lagen zur leichteren Bearbeitung erstellt.

Jetzt gab es noch einen Abstecher übers Hasel zum Restaurant Hasel.

In gemütlicher Runde im Gartenrestaurant fand die Wanderung ihren Abschluss.

Im April wird die erste Ganztagestour durchgeführt. Von Wisen SO – Wisenberg – Bad Ramsach – Ruine Homburg – Buckten BL.

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