Alpenclub Bünzen

Mit dem Alpenclub Bünzen auf dem Jägerweg nach Wasserfallen

Georg Mueller
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Bruno zeigte uns eine uns unbekannte, wunderbare Landschaft im Passwang - Gebiet. Schon die Autofahrt über den oberen Hauenstein, Oberdorf, Liedertswil, Reigoldswil war ein landschaftliches Vergnügen. Zu erwähnen ist auch die Fahrt auf der Autobahn, wo wir fast das einzige Auto waren. In Reigoldswil ist der Weg zur Talstation der Wasserfallen Gondelbahn nicht leicht zu finden. Um 8.45 Uhr waren jedoch alle Autos auf dem Parkplatz der Bahn. Die Wanderung führte an der Talstation vorbei, auf schönem Waldweg, dem Bach aufwärts folgend nach Vogelbach. Ca. 700 m weiter folgten wir der Waldstrasse und nahmen dann den Jägerpfad unter die Füsse. Dieser stieg steiler an und es folgten alsbald viele, teils etwas hohe Treppenstufen. Einmal rechts vom Bach, dann wieder links vom Bach führte der Weg über viele Brücklein im Tobel aufwärts. Herrliche Blicke erhaschten wir von dem über die Felsstufen herabstürzenden Bach. Wundervoll führte der Weg unter der „ Bürtenflue“ durch, deren Überhang ein schützendes Dach bei Regen wäre. Ein Dach brauchten wir nicht, denn der mehrheitlich blaue Himmel begleitete uns durch die Schlucht. Wir namens gemütlich und Köbi wusste alle Namen der zahlreichen Blumen am Wegrand und musste viele Fragen über die verschiedenen Pflanzen beantworten. Nach knapp 1 1⁄2 Std. erreichten wir die Bergstation Wasserfallen. Hier gab’s im Heidistübli, auf der Terrasse, den ersehnten Kaffee. Gipfeli waren nicht vorhanden. Das Personal versicherte uns, wenn wir 10 Min. Zeit hätten, wären die Gipfeli bereit. Wir liessen uns die Gipfeli nicht entgehen. Nach dem angenehmen Aufenthalt setzten wir unsere Wanderung über Hint. Wasserfallen, anschliessend über den Grat zum höchsten Pkt. 1204 m“ Passwang“ fort. Zur richtigen Zeit nämlich um 12.00 Uhr erreichten wir das Ziel und gönnten uns das Mittagessen aus dem Rucksack. Inzwischen waren mehr Wolken aufgezogen und die Sonne bekundete Mühe uns ihre Strahlen zu zuschicken. Ein kurzes Stück folgten wir dem Weg zurück, um dann zum Berggasthaus Obere Wechten 1018 m „Naturfreundehaus“ abzusteigen. In der heimeligen Gaststube liessen wir es uns bei Kaffee und einem Riesen Meringue wohl sein. Plötzlich ging’s durch unsere Reihen „es regnet“ und tatsächlich die Tische in der Gartenwirtschaft waren nass. Also nicht pressierender, denn der Regen geht vorüber. Richtig, als wir uns auf den Marsch zurück nach Vord. Wasserfallen machten war der Regen vorbei. Leider nicht allzulange und es tröpfelte auf unsere Köpfe. Nun wurden die Schirme doch noch gebraucht. Imposant war der Pfad angelegt. Auch hier war teilweise eine schützende Felswand über uns, die vor dem Regen schützte. Nach 1⁄2 Std. Marsch erreichten wir die Bergstation der Gondelbahn. Es war ein angenehmes Gefühl, sich nun in der geschützten Kabine hinunter bringen zu lassen. Man war sich einig, Bruno hatte eine wunderschöne Wanderung ausgelesen. Ganz herzlichen Dank dem Wanderleiter. Das Wetter war hervorragend schön. Der kurze Rückmarsch bei leichtem Regen wurde sogar als angenehme Erfrischung empfunden. Der Jura ist eine wundervolle Landschaft und sollte von uns mehr besucht werden.

Georg Müller