Männerriege Küttigen

Maibummel der Männerriege Küttigen vom 3. Mai 2015

Bruno Zeller
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Trotz verhangenem Himmel und leichtem Dauerregen reiste eine unentwegte Schar der Männerriege zum Start des Maibummels nach Merenschwand. Man stärkte sich vorerst bei Kaffee und Gipfeli (Karli W. sei herzlich gedankt!). Am geschichtsträchtigen Gasthof „Schwanen“ vorbei, wo 1830 der Wirt und Grossrat Johann Heinrich Fischer mit 6000 Getreuen zum Freiämtersturm aufgebrochen war, folgte man dem quirligen Wissenbach und gelangte schliesslich auf die Anhöhe von Wallenschwil, wo der Blick in die weite Reussebene und ins Maschwander Ried hinüber glitt. Vorübergehend setzte der Regen aus und die bunten Schirme wurden eingeklappt. Alte Bauernhöfe mit den charakteristischen Klebdächern auf der Stirnseite verrieten den Einfluss alter, innerschweizerischer Zimmermannskunst.

Und plötzlich stand man im Rütimoos vor einer nigelnagelneuen Waldhütte, wo drei Feuer loderten. Lachende Kameraden, die mit dem Auto hergefahren waren, kredenzten uns ein Gläschen Wein und chüstigen Speckzopf, von Alex persönlich gebacken. Der Freiämter-Wanderweg führte nun nach Mühlau, wo man im Restaurant „Krähenbühl“ bereits erwartet wurde. Ein fabelhaftes und trotzdem günstiges Mittagessen wurde aufgetragen, was sehr geschätzt wurde.

Der zweite Teil der Wanderung folgte der hoch angeschwollenen Reuss, begleitet von Kuckucksrufen und dem Geplauder der Mönchs- und Gartengrasmücken. Auch ein Schwarm von etwa achtzig Mauerseglern verriet, dass der Frühling trotz des regnerischen Wetters endgültig Einzug gehalten hat.

Bei einem Ruhebänklein kramte Uele W. umständlich sein „Rivella“ aus dem Rucksack und war sehr freigebig, jedem ein Gläschen mit der neuen Geschmacksrichtung dieses Sportgetränks einzuschenken. Mit grossem Hallo wurde die neue Ausgabe degustiert, die bei einigen einen Reizhusten verursachten.

Bald einmal erblickte man das Tagesziel, die alte Reussbrücke von Sins. Gebaut hatte man sie 1641. Im Sonderbundskrieg zerstörten die Zuger ihre Brückenhälfte, damit General Dufour nicht weiter hätte vorrücken sollen. Genützt hat es ihnen aber nichts, zwei Wochen später mussten sie trotzdem kapitulieren.

Zum Schlusstrunk setzte man sich in die Gartenwirtschaft „Zum Zollhaus“, wo sich die Sonne versöhnlich am hellblauen Föhnhimmel blicken liess. Ein schöner Wandertag im Reusstal war zu Ende und man dankte dem Wanderleiter, André Laube, herzlich für die umsichtige Organisation.
Bruno Zeller